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„Bürgerhalle+“ für Merzenhausen?

Im jüngsten Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss stand Zustand und Zukunft der Merzenhausener Bürgerhalle zur Diskussion.

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Die Bürgerhalle in Merzenhausen an der Prämienstraße. Foto: Volker Goebels
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Fakt ist, so Heinz Frey (UWG JÜL) und Merzenhausener, die Bürgerhalle des Ortes ist marode. Ersatz soll her. Die geschätzten Gesamtmaßnahmekosten für Abriss, Um- und Erweiterungsbau belaufen sich auf 1,186 Millionen Euro. Dabei geht es den Merzenhausenern um weitaus mehr als eine neue Begegnungsstätte: Projekt M4 ist der Arbeitstitel, hinter dem sich die Alliteration „Markt – Museum – Miteinander – Merzenhausen“ verbirgt.

Zusätzlich zur Bürgerhalle, die in Teilen abgerissen und durch Neubauten ergänzt werden soll, soll die Geschichte der regionalen Landwirtschaft erzählt werden. Das Ziel: Alte Kulturtechniken sichtbar und wieder nutzbar zu machen. Alles an zentraler Stelle, am Dorfplatz. Der Bedarf ist nicht nur durch einen Platzmangel in der in die Jahre gekommenen Bürgerhalle entstanden, sondern auch weil sowohl die Dorfgaststätte als auch die beiden Hofläden aus Altersgründen vor dem Aus stehen. Wo schon heute, so die Argumentation, das Herz Merzenhausens schlägt würden durch dieses Projekt Innen- und Außenveranstaltungen möglich. Ein Vielzahl von Unterstützern führen die Antragsteller, die Vereinigten Vereine Merzenhausen, auf.

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Planerisch soll die Bürgerhalle zur ursprünglichen Nutzung erhalten bleiben und einen Anbau für die Technik bekommen sowie einen kleinen Multifunktions- und Versammlungsraum, der sämtliche Bedürfnisse von Gesprächskreisen über Familienfeste bis Vereins- und Firmenzusammenkünften Raum bieten soll und natürlich ein Raum für das Museum. Entstehen soll darüber hinaus ein kleiner Verkaufsladens für Grundversorgung, aber auch als Museumsshop. Gedacht ist auch die Anbindung einer online basierten pickup-Station für die Beschaffung der Grundversorgung nach dem Vorbild der gerade entwickelte ONLEINversorgt–Lösung des DORV-Zentrum. Die bestehende Dorfküche soll weiter genutzt werden für gemeinsames Kochen und Essen, stärker aber genutzt werden, um die Verkostung der regionalen Produkte zu unterstützen.

Finanziert werden soll die Maßnahme durch das Bund-Landes-Programm „Dorferneuerung 2021“, das gezielt von Orten bis zu 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern beansprucht werden kann. Der Antrag für den Höchstförderbetrag 250.000 Euro wird gestellt. Die restlichen Kosten müssten durch den städtischen Haushalt in Höhe von 100.000 Euro und die Eigenleistungen der „Vereinigte Vereine Merzenhausen“ von 836.000 Euro gedeckt werden. Jetzt muss auf den Bescheid gewartet werden, denn das positive Votum der Ratsvertreter hat die Einschränkung: „Vorbehaltlich des Höchstzuschusses beschließt der Rat …“


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