
Die European Energy Research Alliance ist eng in den Strategic Energy Technology Plan (SET-Plan) der Europäischen Union eingebunden, der die Entwicklung zentraler Energie- und Klimatechnologien in Europa koordiniert. Das Forschungszentrum Jülich ist Mitglied der EERA und engagiert sich in mehreren ihrer Forschungsprogramme.
Im Programm „Clean Hydrogen“ arbeiten Forschende aus zahlreichen Ländern gemeinsam daran, die wissenschaftlichen Grundlagen und technologischen Perspektiven von Wasserstoff als Energieträger und Basischemikalie weiterzuentwickeln. Das Programm arbeitet eng mit anderen wichtigen Akteuren im gesamten europäischen Forschungs- und Innovationsökosystem für Wasserstoff zusammen, insbesondere mit „Hydrogen Europe Research“, der „Clean Hydrogen Partnership“ und der Arbeitsgruppe „Wasserstoff“ im Rahmen des SET-Plans.
Thematisch umfasst das Programm neben der Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff in elektrochemischen Wandlern ein breites Spektrum an chemischen Wasserstoffspeichertechnologien sowie Nutzungsperspektiven in der Industrie, Mobilität, Prozesswärme sowie zum Energiehandel und für die strategische Speicherung von Energie. Das Programm wird flankiert von Aspekten der Methodenentwicklung und der Systemanalyse. Insgesamt sollen die Aktivitäten des EERA-Programms zur Etablierung einer europäischen Wasserstoffwirtschaft beitragen, die Nachhaltigkeit und Resilienz zu wettbewerbsfähigen Kosten ermöglicht.
„Ich freue mich sehr über das Vertrauen der Mitglieder des EERA Joint Programms ‚Clean Hydrogen‘ und die Wahl zum Koordinator des Programms. Europa kann auf ein leistungsfähiges Netzwerk von Forschungs- und Innovationsakteuren bauen, das exzellente wissenschaftliche und technologische Kompetenzen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette vereint. Eine besondere Stärke liegt dabei in der nutzeninspirierten Grundlagenforschung, die neue Erkenntnisse hervorbringt und den Weg für die technische Anwendung ebnet. Diese Kompetenzen wollen wir in Europa noch besser vernetzen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit unseren Partnern die europäische Wasserstoffforschung und die Entwicklung innovativer Wasserstofftechnologien weiter voranzubringen,“ so Wasserscheid.
Peter Wasserscheid ist Direktor des Institute for a sustainable Hydrogen Economy (IHE) sowie Direktor des Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (HI ERN), die beide zum Forschungszentrum Jülich gehören. Darüber hinaus hat er den Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg inne. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem auf dem Gebiet der chemischen Wasserstoffspeicherung sowie auf innovativen Verfahren zur Bereitstellung, zum Transport und zur Nutzung von Wasserstoff.


















