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Bedarf ist spürbar

Während der Corona-Pandemie konnte auch die Kinder- und Jugendarbeit nur eingeschränkt arbeiten. So auch das Jugendheim und die mobile Jugendarbeit der Stadt Jülich.

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Der Container in Koslar. Foto: Dorothée Schenk
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Im Ausschuss für Jugend, Familie, Integration, Soziales, Schule und Sport wurden die Berichte die städtischen Jugendarbeit vorgelegt. Im Bericht der mobilen Jugendarbeit ist zu lesen, dass sich nach dem letzten regulären Öffnungstag Mitte Mai der Bedarf der Jugendlichen zu spüren gewesen sei. „Gerade in [der Zeit während Corona] ist es von besonderer Bedeutung, weiterhin für die Kinder und Jugendlichen als ‚offenes Ohr‘ zu fungieren und ihnen beratend zu Seite zu stehen, wenn sie von ihren Problemen, sei es in privater oder schulischer Art, erzählen“, heißt es so. Hier habe man auf digitale Möglichkeiten zurückgegriffen. Außerdem suchten die Pädagogen im Austausch mit dem Ordnungsamt zu Beginn der Pandemie die informellen Treffpunkte der Jugendlichen auf, um das Gespräch zu suchen. Ab April habe es darüber hinaus Treffen mit einzelnen Kindern gegeben. Das Jugendparlament (JuPaJü) nutzte die Gelegenheit, ihren Sitz im Ausschuss für Jugend, Familie, Integration, Soziales, Schule und Sport wahrzunehmen. Diese bestätigten aus ihrer Sicht den Bedarf an Begegnung und Betreuung. Sie berichteten, dass es sogar in ihnen bekannten Fällen zu Depressionen unter Jugendlichen gekommen sei.

Ab den Sommerferien des letzten Jahres waren dann auch wieder über ein Terminvergabesystem Besuche des Jugendtreffs möglich. Nach der Lockerung des Kontaktverbots durften auch Kleingruppen wieder eintreten. Bis November besuchten 53 Kinder die Einrichtung. Im Bericht der mobilen Jugendarbeit ist allerdings vermerkt, dass die Jugendlichen Schwierigkeiten mit der Vorplanung der Besuche hatten. So tauchten sie manchmal nicht auf oder fanden sich ohne Termin vor der Türe des Treffs auf.

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Ein besonderes Problem zeigt sich bei Neuzugängen. Die Corona-Pandemie verhindere, zu neuen Kindern in der Herzogstadt Kontakt aufzubauen. Gleichzeitig versuchen die Fachkräfte, den Kontakt zu den „Stammgästen“ zu halten.

Jugendcontainer

Weil ein Ärztehaus gebaut wurde, musste der Jugendcontainer in Koslar zu einem anderen Standort verbracht werden. Dieser hat eine Fläche von 80 Quadratmetern und verfügt über eine Toilette. Nach einer Ortbesichtigung ein Platz an der Ostseite des geplanten Ärztehauses in der Kreisbahnstraße ausgewählt.

Im Ausschuss wurde darüber hinaus berichtet, dass für die Neuanschaffung eines Ersatzcontainers Geldmittel aus einem Investitionsprogramm des Kreises Düren beantragt werden sollen.

Gleis13

Die Kinder- und Jugendeinrichtung „Gleis13“ vor einer Neuerung. Zu Beginn des Jahres von zwei Honorarkräften betrieben, fing dort im Juni ein neuer Einrichtungsleiter an. Nach einer Eingewöhnungsphase und der Erstellung eines Hygienekonzepts wurde „Gleis13“ für Besucher geöffnet. 10 Besucher einschließlich des Personals dürfen den Treff betreten. Durch das Außengelände, auf dem sich ebenfalls Jugendliche aufhalten können, musste allerdings noch kein Besucher nach Hause geschickt werden. Besucht wurde die Einrichtung von 83 Jugendlichen von sechs bis 21 Jahren.

Im Jahr 2020 erhielt „Gleis13“ nicht nur seinen Namen, sondern wurde auch zusammen mit den Jugendlichen renoviert und umgestaltet. Angebote wie gemeinsames Backen und Kochen oder Fußballspielen manifestierten sich.

Für die Zukunft sollen in „Gleis13″ Vorurteile abgebaut, kulturelle Widersprüche ausgehalten und gegenseitiger Respekt gewonnen werden“.

 


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