Start Magazin Kunst & Design Den Blick auf Jülichs Schätze veredeln

Den Blick auf Jülichs Schätze veredeln

„... die Zukunft! Sind Wir …“ Künstler Ernesto Marques hat sich dieses Leitmotiv gewählt: Übermanns-hohe farbige Figuren auf dem Schlossplatz sollen in direkten Dialog mit der Festung Zitadelle treten. So wird es sein, wenn das Projekt „Neue Kunst im öffentlichen Raum“ zur Umsetzung kommt. Erstmals hat sich der Initiativkreis zur besten Marktzeit in der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Ideenskizze Aufstellung Pasqualini durch Maria Fernandez
Ideenskizze Aufstellung Pasqualini durch Maria Fernandez
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Wie können die historische Festungsstadt mit der Moderne in Verbindung treten? Das ist eine Frage, die engagierte Jülicher nicht erst seit Gründung des Initiativkreises, zu dem der Förderverein Festung Zitadelle Jülich, der Jülicher Geschichtsverein 1923 und der Kunstverein Jülich gehören, beschäftigt. Durch Ideengeber Peter Schmitz ist sie aber seit 2014 konkret angegangen worden. Als ehemaliges Mitglied im Aufsichtsrat der Brückenkopf-Park gGmbH und Lokalpolitiker trieb ihn ein Plan um: Durch zeitgenössische Kunstwerke sollte die Attraktivität der Innenstadt unterstrichen werden und quasi ein Brückenschlag über die Rur vom Park in die Stadt erfolgen. Ein künstlerisch-kreativer Weg, der Geschichte in Bildern erlebbar machen soll, damit die Menschen sich Ereignisse der Vergangenheit im wahrsten Sinne vor Augen führen können. „Auch Wissenschaft erschließt sich dem Nichtwissenschaftler viel besser mit Hilfe von Bildern“, heißt es in der Projektbeschreibung.

Im Gespräch mit Akteuren aus der Verwaltung, der in Jülich aktiven Vereine, der Forschungseinrichtungen und der Kunstszene erfuhr die Idee bald eine Ausweitung: Energie, Zukunft, Gehirnforschung und vieles mehr wurde in den Blick genommen. Sie zeigen, dass Jülich auf dem Boden der Geschichte seine Zukunft in Forschung und Lehre vorantreibt. Wesentliche Partner sind hierfür das Forschungszentrum, die Fachhochschule, das Technologiezentrum und das Institut für Solarforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Peter Schmitz: „Es wurde oft darüber geklagt, dass wir viele Schätze haben, sie aber nicht zur Geltung kommen. Und da kann man mit den Skulpturen gut nachhelfen.“ Guido von Büren ergänzt: „Die moderne Kunst soll den Blick veredeln und nicht verschandeln.“

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Frühzeitig wurden Künstlerinnen und Künstler aus Jülich einbezogen, die nun diese Vorstellung in Skulpturen und Objekte umsetzen sollten. Die eingereichten Vorschläge haben alle so guten Anklang gefunden, dass der Initiativkreis beschlossen hat, alle umzusetzen. „Es gab immer nur Einigkeit“, sagte Peter Schmitz.

Der kreativ-künstlerische Weg führt vom Brückenkopf in die Innenstadt zur Zitadelle und weiter bis zu den Stätten der Zukunftsforschung am Solarturm des DLR. Ideeller Startpunkt ist die Gründung Jülichs vor 2000 Jahren aus Wasser und Stein als Brücke über die Rur (Entwurf Rudolf Vaasen für den Stadtgarten), den Ausbau des Brückenkopfes in der französischen Herrschaftszeit (Entwurf einer Napoleon-Statue Marion Grawatsch an der Rur) über das Entstehen der Idealstadtanlage der Renaissance (Bild oben: Entwurfs einer Pasqualini-Statue von Maria Fernandez für den Markt) bis zur Festung Zitadelle als Ort der Bildung für eine zukünftige Generation. Der Entwurf Ernesto Marques wertet die Zitadelle auf, sagt Dr. Peter Nieveler und auch Rüdiger Urban, Vorsitzender des Fördervereins Festung Zitadelle, begrüßt ihn weil es „junge Leute sind, die sich der Schule bemächtigen, die früher eine rein militärische Einrichtung gewesen ist. Die junge Generation wird sich speziell damit auseinandersetzen müssen, was der Sonnenfänger auf der anderen Seite für sie tut. Das hat sowohl einen zeitlichen wie einen räumlichen Bogen, der gespannt wird.“ Der ist in der Jetztzeit die Jülicher Forschung und hier speziell die Solarforschung, symbolisch für die wichtigen Herausforderungen der Zukunft, wie die Energie- und Klimaproblematik (Entwurf für das Besucherzentrum am Solarturm: Rudolf Vaasen, Der Sonnenfänger). Das Ziel ist neben dem Erlebnischarakter die Einladung zum Dialog mit der Bevölkerung und Touristen.

Ein genauer Zeitplan für die Umsetzung steht noch nicht fest. Das ist eine Frage der Finanzierung. Geld- und Sachspenden sowie Fördermittel sollen eingeworben werden. Wer das Projekt unterstützen möchte kann sich an Guido von Büren Telefon 02461/9376-814, eMail [email protected] oder Peter Schmitz, Telefon 02461/54926, eMail [email protected] wenden.

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