Start Stadtteile Jülich Über eine halbe Million gegen Flutschäden

Über eine halbe Million gegen Flutschäden

Trotz Regen und Verspätung der Bekanntgebung herrschte beim Tennisclub Rot-Weiß eine gesellige Stimmung. Der Grund für die Versammlung: Der Verein hat einen Bewilligungsbescheid vom Land Nordrhein-Westfalen erhalten, der für die Reparatur der Hochwasserschäden gedacht ist.

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Bernward Venth (r) quittiert den Förderbetrag, den NRW-Ministerin Ina Scharrenbach persönlich in Jülich vorbei brachte. Foto: Ariane Schenk
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Einige Maßnahmen sind beim Tennisclub schon umgesetzt worden, sagte Bernward Venth, der Vorstandsvorsitzende des Tennisclubs Rot-Weiss Jülich. Etwa wurde die Heizung bereits erneuert und ins obere Stockwerk verlegt sowie Reparaturen an der Halle vorgenommen. Es seien etwa 30.000 Euro ausgegeben worden, womit der Verein „blank“ sei. Einige Hochwasserschäden aus dem Juli 2021 sind beim Verein noch spürbar, wenn auch schon vieles behoben ist.

Ministerin Ina Scharrenbach brachte als Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung die Unterlagen für den Bewilligungsbescheid des Landes und die endgültige Bezifferung des Betrags persönlich vorbei. Ihre Anreise war auch der Grund für eine Verzögerung. Für den Verein hat sich das Warten auf die Nachricht allerdings gelohnt: Der Förderbetrag beläuft sich auf 626.416 Euro. Venth zeichnete den Bescheid stellvertretend für den Verein gegen. Das Geld dient nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden als Refinanzierung des bisher selbst aufgebrachten Betrags sowie für neue Projekte.

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Bürgermeister Axel Fuchs, der in Begleitung des technischen Beigeordneten Martin Schulz erschien, lobte den bisherigen Einsatz für die Wiederherstellung der Vereinsaktivitäten. „Ihr habt alle wirklich großartige Arbeit geleistet“ hieß es, explizit benannte er hierbei Frank Büllersbach als Antragsteller und Thomas Mühlheims als Mitarbeiter der Stadt Jülich, der sich etwa um Bescheinigungen und Verträge gekümmert habe. Scharrenbachs Engagement für die Kommunen hob er zusätzlich hervor, sie sei für selbige Tag und Nacht erreichbar.

Die Förderung ist auch dafür da, die Anlage hochwassersicherer aufzubauen, sagte Scharrenbach. Schließlich bot sie an: „Sie wissen, wenn Sie mit dem Geld nicht auskommen: Antragsfrist, Änderungsantrag können Sie auch immer nochmal stellen“ – die Anwesenden reagierten mit zugewandtem Lachen. Den Schaden auf dem Gelände bezeichnete sie zuvor, bezogen auf alle Anträge aus der Gemeinde, als  besonders gravierend. Es lägen etwa 45 Anträge mit etwa 1,5 Millionen Euro Schadensvolumen vor, wovon der Tennisclub beinahe die Hälfte ausmache. Es sei damals demnach sehr viel passiert, allerdings auch schon viel geschafft, wie bereits Fuchs es betont hatte. „Das schafft man natürlich nur in der Gemeinschaft, wenn alle mit anpacken. Sonst funktioniert das nicht.“

Die Starkwetterkatastrophe im Juli 2021 hatte starke Schäden am Vereinsgelände des an der Rur gelegenen Tennisclubs hinterlassen. Von Vereinsseite vermeldete man einen vermutlichen Höchststand von 70 bis 100 Zentimetern Wasserhöhe. Mit geflutetem Clubheim und Spielhalle sowie zerstörten Außenplätzen war eine große Aufgabe zu schaffen, die mit finanziellen Hilfen des Bundes, der Stadt Jülich und des NRW-Programms „Moderne Sportstätten 2022“ angefangen werden konnte. Die Rücklagen daraus sind mittlerweile aufgebraucht, daher ist für die restlichen Arbeiten die Förderung im Rahmen des Bewilligungsbescheids vonnöten. Dank der tatkräftigen Mithilfe vieler Vereinsmitglieder konnte allerdings 2021 bereits eine Woche nach Feststellung der Schäden der Betrieb in verringertem Maße wieder aufgenommen werden.


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