Hi,
ich bin Safiyya Nejjar, bin 17 Jahre alt, halb Marokkanerin, halb Deutsche und trage das Kopftuch seit Mitte der 7. Klasse. Für manche ist es nur ein Stück Stoff. Doch für mich ist es viel mehr. Es ist ein Ausdruck meines Glaubens, meiner Werte und meiner Identität.
Jeden Tag werde ich durch das Kopftuch daran erinnert, wer ich wirklich sein will. Das Kopftuch ist kein Zeichen für Unterdrückung, sondern ein Zeichen für Freiheit. Die Freiheit, sich selber dafür zu entscheiden. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, weil es mir Kraft gibt und ich es aus Überzeugung trage.
Natürlich bringt das Tragen eines Kopftuchs auch Herausforderungen mit sich. Manchmal werde ich im Alltag angestarrt oder mit Vorurteilen und Sprüchen konfrontiert. Manche Menschen glauben, dass ich bestimmte Dinge nicht machen darf oder eingeschränkt bin und dadurch unterdrückt werde. Doch für mich bedeutet es Freiheit, diese Entscheidung selbst zu treffen. Und genau das habe ich getan. Das Kopftuch ist ein Teil meiner Persönlichkeit. Ohne das Kopftuch gäbe es mich nicht in dieser Form. Aber es definiert mich nicht vollständig.
Manche fragen sich vielleicht, warum ich das Kopftuch überhaupt trage. Ich habe mich dafür entschieden, weil es mir in meinem Alltag Halt gibt. Ich liebe meine Religion, und das Tragen des Kopftuchs ist eine Pflicht im Islam. Es zeigt, dass ich zu meiner Religion gehöre und stolz darauf bin, Muslimin zu sein. Es ist ein Zeichen meiner Gottesverbundenheit sowie Gottesfurcht.
Es erinnert mich jeden Tag daran, gute Taten zu vollbringen und eine gute Absicht zu haben. Ich möchte wegen meines Charakters wahrgenommen werden und nicht wegen meines Aussehens. Sowohl das Kopftuch als auch meine Religion stärken mich in meinem Leben. Es ist mir wichtig, den Menschen klarzumachen, dass ich es aus Überzeugung trage und nicht aus Zwang.
Durch meine Liebe zu meiner Religion und zu Gott gibt es mir inneren Frieden und Sicherheit. Gerade in schweren Tagen gibt mir das Kopftuch Halt und Orientierung. Es schenkt mir Struktur und ein Gefühl von Stabilität. Es verbindet mich mit etwas Größerem als meinen Sorgen. Außerdem ist es ein bewusstes Zeichen meiner Selbstachtung. Mein Glaube hilft mir, Hoffnung zu behalten. Ich folge damit dem Vorbild vieler gläubiger Musliminnen.



















