Start featured Der ganz große Bahnhof

Der ganz große Bahnhof

Florian Holländer vom EAKJ hat den Jubiläumsbeitrag für seinen Verein geschrieben.

0
0
TEILEN
Foto: Dorothée Schenk
- Anzeige -

„Jülich, die alte Eisenbahner-Stadt“, so lautet der Titel eines Buchs, das vom Eisenbahn-Amateur-Klub Jülich 1986 erstmals veröffentlicht wurde. Vermutlich ist es daher nicht überraschend, dass in besagter alten Eisenbahner-Stadt im Jahre 1976 eben jener „Eisenbahn-Amateur-Klub Jülich“ gegründet wurde. Bereits 1977 wurden die heutigen Vereinsräume unter dem Dach des Jülicher Bahnhofs bezogen und mit dem Bau der ersten Modellbahnanlage begonnen.

Allerdings sollte es nicht nur bei den „kleinen“ Zügen im Maßstab H0 und N bleiben. Schon 1978 wurde die Dampflokomotive 50 1724 der DB Eigentum des Vereins. Mit dieser als Ausstellungsstück hergerichteten Lokomotive war der EAKJ zu Gast auf verschiedenen Ausstellungen in Deutschland. Einige Zeit später folgten auch die ikonischen Schienenbusse des Typs VT95, mit denen der Verein bis in die 90er Jahre Sonderfahrten sowohl auf dem Netz der DB als auch auf der heimischen ehemaligen Jülicher Kreisbahn unternahm.

- Anzeige -

Seit 2002 konzentriert sich der Verein ausschließlich auf die Modellbahn, da der Unterhalt und Betrieb der „großen“ Fahrzeuge inzwischen zu kostspielig geworden war. So wurde auch die ursprüngliche Anlage 1989 komplett von Grund auf neu aufgebaut und besteht in dieser Form mit kleineren Erneuerungen bis heute.

Mitte der 2010er Jahre kam das Bestreben nach einer Modulanlage auf, mit der man sich auf Ausstellungen präsentieren kann. Diese Anlage besteht zum Teil aus privaten und teils aus Klubmodulen, die von den Klubmitgliedern gebaut, betreut und immer wieder verfeinert werden. Inzwischen ist sogar eine Verbindung der Hauptanlage zu einigen aufgebauten Modulen am anderen Ende der Klubräume möglich. Der „Euregio Tunnel“, wie diese Verbindung getauft wurde, war eines der größeren Projekte innerhalb der Vereinsräume in den letzten Jahren.

Natürlich macht die Zeit auch vor der Modellbahn nicht halt, und so wird momentan die Elektronik und Steuerung der Anlage Stück für Stück aktualisiert und erneuert. Dies gilt besonders für den Abstellbahnhof Bitburg, der ein neues digitales Schaltpult erhalten hat, von dem auch der analoge Fahrbetrieb gesteuert werden kann.

Die Klubanlage kann sowohl digital als auch analog gesteuert werden. Hierzu ist eine Umschaltmöglichkeit zwischen den analogen Trafos und der Z21 installiert. Das neue Schaltpult in Bitburg läuft genauso wie die Modulanlage über einen Raspberry Pi Minicomputer mit einer Software, die von Vereinsmitgliedern selbst entwickelt und programmiert wird.

Auch bei den Veröffentlichungen des Vereins geht es stetig weiter. So wurde im Jahr 2025 das neue Buch „150 Jahre Eisenbahnen im Jülicher Land“ Teil 1, in dem auf die eisenbahnerische Geschichte der Stadt Jülich von 1873 bis hin zum zweiten Weltkrieg und die Tagebaubahnen im Braunkohlerevier Hambach / Weisweiler eingegangen wird, veröffentlicht. Momentan befindet sich Teil 2 in der Bearbeitung und wird sich mit der Zeit nach 1945 bis 2023 und darüber hinaus beschäftigen.

Den ganz großen Bahnhof hat sich der Eisenbahn-Amateur-Klub Jülich zum 50-jährigen Bestehen Anfang Mai bereitet: In den Vereinsräumen und auf dem Gelände des Bahnhofs Jülich wurde gefeiert und die Weichen in Richtung Zukunft gestellt.

Kleiner Rückblick auf das Jubiläumswochenende Foto: EAKJ und Dorothée Schenk

Link zur Galerie für alle App-Nutzer


§ 1 Der Kommentar entspricht im Printprodukt dem Leserbrief. Erwartet wird, dass die Schreiber von Kommentaren diese mit ihren Klarnamen unterzeichnen.
§ 2 Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.
§ 3 Eine Veröffentlichung wird verweigert, wenn der Schreiber nicht zu identifizieren ist und sich aus der Veröffentlichung des Kommentares aus den §§< 824 BGB (Kreditgefährdung) und 186 StGB (üble Nachrede) ergibt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here