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Der Astronaut

Die April Kolumne galt zwar dem Berlinale Wettbewerbsfilm „Rose“, war aber vor allem eine Hommage an die Diversität der schauspielerischen Leistungen von Sandra Hüller. Tut mir Leid, es gibt schon wieder einen Film mit der international gefragten Mimin.

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Peer Kling. Foto: Volker Goebels
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In „Der Astronaut – Project Hail Mary“ erweitert sie ihr Repertoire auf das Genre des Science Fiction. Als Projektleiterin mit eiserner Hand zwängt sie einen Mikrobiologen in einen Astronautenanzug und zwingt ihn zu einem Himmelfahrtskommando, englisch: „Hail Mary“, eigentlich die Bezeichnung für das Gebet „Gegrüßet seist du, Maria“. Er sei der einzig richtige Mann für die Mission, die Erdenbürger vor dem infizierten Universum zu retten. Nur einer von so unermesslichen vielen Sternen sei noch gesund und da soll er hin fliegen, um Überlebensmöglichkeiten heraus zu finden. Entfernung: 11,9 Lichtjahre. Die Story ist schon sehr phantasievoll, um nicht zu sagen total abstrus. Der charmante kanadische Schauspieler und Sänger Ryan Thomas Gosling besorgt den Job. Sein Durchbruch gelang ihm mit dem Film „Half Nelson“, der ihm 2007 eine Oscar-Nominierung eingebracht hat. Wir kennen ihn vor allem aus den Filmen „La La Land“ (2017) und „Barbie“ (2024).

Der vielbeschäftigte Hollywood-Star Gosling hat auf einer weltweiten Pressetour „den Astronauten“ beworben und im Mai des kommenden Jahres soll „Star Wars: Starfighter“ unter der Regie von Shawn Levy wiederum mit ihm als Hauptdarsteller folgen. Während des Projektes Hail Mary trifft er auf einen Außerirdischen, der mit einem außergewöhnlichen Raumschiff unterwegs ist. Sie wollen gemeinsame Sache machen, um die Katastrophe zu verhindern, müssen aber erst einmal langsam über eine intuitiv erfundene Zeichensprache lernen, sich zu verständigen. Diesen Alien habe ich als ein unförmig ungelenkiges, notdürftig zusammengebasteltes Wesen aus verkrustetem Stein wahrgenommen. Aber was mich an diesem Film am meisten erstaunt hat, ist, dass ich diesem Gebilde gegenüber bei längerem Zusehen tatsächlich ein starkes emotionales Empfinden entwickelt habe. Ansonsten wird in dieser Space Odyssee viel Zeit für hanebüchene Experimente und Lösungen von Störfällen verwendet. Dennoch habe ich die 157 minütige O.m.U.-Version unter der Regie von Phil Lord und Chris Miller nach dem gleichnamigen Roman von Andy Weir mit Interesse geschaut und dem Englisch gerne zugehört.

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Ein ganz anderer Gedanke sei mir im Gedenken noch gestattet: Meine Deadline für diese Kolumne ist immer der 10. des Vormonats. Gestern am 9. erfuhr ich, dass Mario Adorf gestorben ist. Hatte spontan überlegt, ihm diese Kolumne zu widmen, dann aber gedacht, ihr alle seid ohnehin bestens vertraut mit ihm, und da er mit 95 ein hohes Alter erreichte, hat er uns mit seinem erfüllten Leben als Schauspieler über viele Jahrzehnte in Kinofilmen und Ferseh-Straßengfegern begeistert. Eines meiner schönsten Erlebnisse im Zusammenhang mit meinen Filmfestivalbesuchen in Cannes war ein kurzes Vier-Augen-Gespräch mit ihm, reiner Zufall. Ich habe ihn als sehr freundlichen Mann ohne Allüren erlebt. Danke Mario Adorf. R.I.P.

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Peer Kling, typisches "KFA-Kind", nicht aus der Retorte, aber in der zweiten Volksschulklasse nach Jülich zugezogen, weil der Vater die Stelle als der erste Öffentlichkeitsarbeiter "auf dem Atom" bekam. Peer interessiert sich für fast alles, insbesondere für Kunst, Kino, Katzen, Küche, Komik, Chemie, Chor und Theater. Jährlich eine kleine Urlaubsreise mit M & M, mit Motorrad und Martin.

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