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Die eine Stimme haben wollen

Das Kreisjugendparlament ist beschlossene Sache – und tagt das erste Mal am 7. Mai. Eine gute Entwicklung für die Jugendlichen.

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In Zeiten, in denen – sind wir ehrlich: eigentlich nach wie vor – immer wieder die Politikverdrossenheit und Passivität der Jugendlichen beklagt wird, ist es wunderbar, dass sich Jugendliche für ihre Stimme einsetzen. Und besonders wichtig, wenn man den demographischen Wandel und die mit ihm verbundene ausbleibende Stimmmacht der jungen und jüngsten Generation in Betracht zieht, die die heutigen Entscheidungen am stärksten treffen werden. Demnach nicht nur schön, sondern notwendig.

Dass ausgerechnet das Jülicher Jugendparlament sich dazu entschlossen hat, ein Kreisjugendparlament zu beantragen, es mittlerweile in Gang gebracht wird und die Jugendlichen Freude am Einüben parlamentarischer Arbeit und allem was dazu gehört haben, freut mich persönlich umso mehr. Schließlich bedeutet das, dass sich anscheinend seit meiner Zeit vieles zum Positiven gewendet hat. Ganz so, wie wir Parlamentsangehörige aus den frühen bis Mitt-2010ern es uns gewünscht haben.

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Ein Jugendparlament ist, so unsere These damals und meine nach wie vor, für Einblicke in Parlamentsdienste da. Dafür, zu verstehen, wie Abläufe sind und zu lernen, wie man sich für Dinge, die einem wichtig sind, einsetzt. Und insbesondere, um ein Sprachrohr für die Themen und Probleme auch anderer Jugendliche sein zu können. „Die Älteren“ werden sich möglicherweise vereinzelt noch an meine Wortmeldung im damals frisch vom JuFaSS zum JuFISSS umkoordinierten Ausschuss erinnern: Es war nicht immer so. Und dauerte lange, bis notwendige System- sowie Satzungsänderungen umgesetzt wurden, an denen wir Jugendlichen damals gearbeitet haben. Der Antrag auf ein Kreisjugendparlament zeigt den Gestaltungswillen, den Jülicher Jugendliche haben. Die Umsetzung, dass sie hartnäckig an ihren Vorstellungen festhalten können. Sie wollen eine Stimme haben.

Dass es mittlerweile sogar zu einem Kreisjugendparlament gekommen ist, ist eine Entwicklung, die sehr zu begrüßen ist. Es ist den Abgeordneten zu wünschen, dass sie tatsächlich zu mehr Aufmerksamkeit für Jugendthemen führt, zu einem Einbezug ihrer Wünsche und bei „den Erwachsenen“ zu dem Gefühl: Doch, die Jugend kann das auch und wir sollten sie berücksichtigen.

Zum Artikel Jugend ist kreistauglich


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