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SAMT macht Jülich reich

Reichlich gefüllt waren die Plätze in der Schlosskapelle, in die die SPD zur Verleihung ihres Ehrenpreises „Klippe“ an den Verein SAMT e.V. eingeladen hatte. Die Gästeschar zeigt, wie sehr die ehrenamtliche Arbeit des Jülicher Vereins in der Gesellschaft angekommen ist, wie groß die Wertschätzung und Anerkennung für ihre Arbeit ist.

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SAMT e.V. erhielt die Auszeichnung „Klippe“. Foto: Dorothée Schenk
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Es sind viele. Das zeigte spätestens das obligatorische Gruppenbild anlässlich der Verleihung der „Klippe“. Der Jülicher Verein Soziale Arbeit für Mensch und Tier – allseits bekannt als „SAMT“ – wurde diesmal von der SPD Jülich ausgesucht und mit dem Preis für besonderes ehrenamtliches Engagement gewürdigt.

In der Begrüßung erläuterte Katja Böcking als Parteivorsitzende noch einmal das besondere Format der Auszeichnung. Es ist die Nachbildung der Jülicher Klippe aus Zeiten, in denen die Fürsten Tafelsilber zur Währung des Volkes machten.

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Geschickt schlug Böcking hier die Brücke zur Frage, warum der Verein auszuzeichnen sei. Sie formulierte: „SAMT sieht nicht nur das Tier, das Hilfe braucht; SAMT sieht den Menschen dahinter.“ Die Engagierten seien die Notklippe, wenn Menschen nicht mehr weiter wissen oder weiter können, für vernachlässigte Tiere, für die Menschen, die zu den Tieren gehören. Zusammengefasst: „Sie sind Vermittlerinnen, Möglichmacherinnen und Hoffnungsbringerinnen.“ Und das bereits seit 20 Jahren.

Im Jubiläumsjahr ist die Auszeichnung auch ein besonderer Dank dafür, „dass ihr immer sprichwörtlich Tag und Nacht für uns alle da seid. Das hat mich sehr berührt und gerührt“, dankte Bürgermeister Axel Fuchs in seinem Grußwort sehr persönlich und drückte seinen großen Respekt aus.

Dabei zog er eine charmante Querverbindung zum gesprochenen Wort „Samt“: „Samt war Menschen vorbehalten, die eine wichtige Position hatten. Sie konnten sich Samt nämlich leisten. Da ist es schon fast ein Zeichen, dass Ihr SAMT heißt. Denn unsere Stadt ist auch Euretwegen, wegen Eurer tollen Arbeit reich.“

Die Einladung an den Verein ins Rathaus anlässlich des Jubiläums stehe noch aus, sei aber nicht vergessen, denn „das habt Ihr verdient.“ Und besonders freue er sich, wenn Irene Launer-Hill, Gründungs- und amtierende Vorsitzende seit 20 Jahren, den Satz mitbringen würde: „Ich könnte übrigens noch das und das gebrauchen.“

Dafür gab es Lachen und Applaus, denn dafür ist das „Gesicht“ von SAMT bekannt: Die Gelegenheit nutzen, zupacken, Lösungen finden. Und prompt nutzte Irene Launer-Hill die Dankesworte nach der Verleihung, um für den Verein zu werben, kündigte an, beim späteren geselligen Zusammensein Unterstützung für Projekte anzufragen.

So stellte Jubiläumsschirmherr Mo Khomassi auch seine Verbindung mit dem Verein SAMT und seiner Vorsitzenden dar. Inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus sei SAMT aktiv und bekannt.

Er schilderte, wie man gemeinsam Menschen geholfen habe, die bei der Haustier-Haltung zuweilen an Sprachbarrieren scheiterten. Die Auszeichnung, so Khomassi, „ist ein Zeichen der Anerkennung für jahrelanges ehrenamtliches Engagement, für Menschlichkeit und für eine Arbeit, die häufig im Hintergrund geschieht, aber für viele Menschen und Tiere einen riesigen Unterschied macht.“

Sie alle „fangen auf, was unsere Gesellschaft an Verantwortung oft zu leichtfertig abgibt“, unterstrich Laudatorin und Vereinsmitgründerin Anne Gatzen die Bedeutung der Preisträger. Gemeinsam mit Kerstin Martensen blickte Gatzen in der Laudatio zurück in die Gründertage.

Sie erläuterten die Arbeitspraxis des Vereins, würdigten die unterschiedlichen Beteiligten, die es für das Gelingen eines solch umfangreichen Vereinsportfolios braucht. „Man kann es nicht oft genug wiederholen: Hinter dem Erfolg des Vereins stehen keine großen Konzerne, sondern Menschen. Es sind die vielen Ehrenamtlichen, Pflegestellen und Vorstandsmitglieder.“

Gleichzeitig, so Martensen, stehe SAMT „für eine Stadtgesellschaft, in der Menschen nicht allein gelassen werden – und Tiere ebenfalls nicht.“ Das Fazit kam im Duett: „SAMT ist ein Stück Jülich.“ Der anhaltende Applaus durfte sicher als große Zustimmung der Gäste gelten.


Die Preisträger seit 2015
2015 Evangelischer Mittagstisch im Bonhoeffer-Haus

2016 Marokkanischer Kulturverein

2017 Kolpingsfamilie

2018 Arbeitskreis Asyl

2019 Initiative „Heiligabend für Alleinstehende“

2021 Bürgerbus e.V.

2020 coronabedingt entfallen

2022 JüKrainer e.V.

2023 TTC indeland

2024 Förderverein Stadtbücherei Jülich e.V.

2025 Kleine Hände Jülich e.V.

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HERZOGin mit Leib und Seele. Mein HERZ schlägt Muttkrat, Redakteurin gelernt bei der Westdeutschen Zeitung in Neuss, Krefeld, Mönchengladbach und Magistra Artium der Kunstgeschichte mit Abschluss in Würzburg. Versehen mit sauerländer Dickkopf und rheinischem Frohsinn.

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