Die aktuellen Zahlen in Sachen Offene Ganztagsgrundschule (OGS) für die Jülicher Grundschulen zeigen: Mehr als jedes zweite Grundschulkind besucht die OGS. Nimmt man die Übermittagsbetreuung hinzu, nutzen sogar mehr als sieben von zehn Kindern ein städtisches Betreuungsangebot.
Insgesamt besuchen 1372 Kinder an den fünf Standorten im Schuljahr 2026/27 die Schulen in Jülich. Davon werden 733 in der OGS betreut, weitere 248 Kinder nehmen die Übermittagsbetreuung (ÜMB) in Anspruch.
Damit liegt die OGS-Quote bei 53,43 Prozent. OGS und ÜMB zusammengenommen erreichen eine Betreuungsquote von 71,5 Prozent. Das besagt die Mitteilung im jüngsten Schulausschuss.
Besonders hoch ist der Anteil an der Promenadenschule: Von 294 Schülerinnen und Schülern besuchen 199 die OGS, weitere 43 die Übermittagsbetreuung. An der GGS Nord in Jülich stehen 321 Schülerinnen und Schüler 157 OGS- und 21 ÜMB-Plätzen gegenüber.
In Welldorf werden von 200 Kindern 100 in der OGS und 61 über Mittag betreut. An der GGS West sind es 129 OGS- und 77 ÜMB-Kinder bei insgesamt 279 Schülerinnen und Schülern, an der KGS 148 beziehungsweise 46 von insgesamt 278 Kindern.
Interessant ist vor allem der Blick auf die Erstklässler. Seit Beginn des Schuljahres gilt für sie erstmals der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Bereits im Sommer hatte Schulamtsleiter Florian Hallensleben erklärt, dass Jülich allen angemeldeten Erstklässlern einen OGS-Platz anbieten könne.
Gleichzeitig sollten Kinder, die bereits seit Jahren die OGS besuchen, ihren Platz behalten. Möglich sei dies unter anderem durch eine flexible Belegung der Gruppen.
Die aktuellen Zahlen zeigen nun, wie stark das Angebot bei den Jüngsten genutzt wird: Von 345 Erstklässlern besuchen 216 die OGS, weitere 68 die Übermittagsbetreuung. Damit nehmen gut 82 Prozent der neuen Grundschulkinder eines der beiden Angebote wahr.
Mit dem Rechtsanspruch sind allerdings nicht nur zusätzliche Plätze verbunden. Seit diesem Schuljahr beginnt der Anspruch bereits am 1. August und damit noch in den Sommerferien.
Zudem dürfen die Einrichtungen nur noch an maximal 20 Betreuungstagen im Jahr schließen. Die Stadt hatte deshalb angekündigt, die Schließzeiten neu zu verteilen und zusätzliche Ferienangebote zu schaffen.



















