Wie macht man die Fahrradstraßenregelung verständlicher? Ein Antrag der Koalition aus CDU und UWG JÜL aus dem Juni diesen Jahres schlug vor, dafür ergänzende Fahrbahnmarkierungen auf der Kurfürsten- und Kölnstraße anzubringen. Darin war auch die Möglichkeit in Erwägung gezogen worden, die Fahrbahn rot zu markieren, um sie optisch mit Fahrradwegen in Verbindung zu bringen.
Im vergangenen Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss wurde eine Vorlage der Verwaltung eingebracht, die sich mit dem Antrag beschäftigte. Eine Überprüfung habe ergeben, dass bei einer roten Färbung vermutlich keine erhebliche Verbesserung zu erwarten sei.
Als Alternative wurde in den Ausschuss zur Abstimmung eingebracht, jeweils zu Beginn und in der Mitte der Strecke Fahrradpiktogramme anzubringen. Diese Lösung sei auch mit der Kreispolizeibehörde Düren abgestimmt.
Harald Garding (SPD) äußerte sich skeptisch zu dem Vorschlag. Es sei bekannt, dass sich viele mit der Fahrradstraße etwas schwer tun. Das sei eine Frage der Gewöhnung.
Er sei sich nicht sicher, dass Piktogramme hilfreich seien, da möglicherweise der Eindruck erweckt würde, dass nur Fahrräder dort fahren dürfen, was zu einer Verwirrung der Autofahrer führe. Eine Vielzahl an Änderungen sei einem besseren Verständnis nicht förderlich. Stattdessen befürworte er eher mehr Aufklärung, etwa im Stadtmagazin.
Darüber etwas irritiert äußerte sich Felix Brandt (CDU). Er meinte, dass Menschen, die einen Führerschein haben, wissen müssten, was eine Fahrradstraße ist. Sie könnten Verkehrsschilder lesen.
Schwieriger seien seines Ermessens nach die gestrichelten Linien am linken und rechten Rand der Fahrbahn. Üblicherweise würden solche Linien etwas abtrennen. Daher seien diese Markierungen nicht eindeutig.
Ebenso widersprach Christine Klein (Bündnis 90 / Die Grünen). Ihre Fraktion spreche sich für die Lösung der Verwaltung aus und glaube, dass es verdeutliche, dass Fahrräder in beide Richtungen der Fahrradstraße fahren dürfen. Dass Autofahrer annehmen würden, dass sie auf der Straße nicht mehr fahren dürfen, werde ihrer Einschätzung nach eher nicht eintreten.
Bei drei Gegenstimmen wurde der Beschluss angenommen.



















