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Das Gute, das Böse und KI

Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur ein Thema für Forschung und Technik. Sie ist im Alltag angekommen – auch bei Schülern. Mit den Chancen, Risiken und gesellschaftlichen Folgen von KI beschäftigte sich deshalb der Science-For-Future-Thementag „KI und Nachhaltigkeit“, der im Gymnasium Haus Overbach stattfand.

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Foto: Oliver Garitz
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Für Dr. Maike Wolff, Lehrerin für Mathematik und Informatik am Gymnasium Haus Overbach, ist das Thema KI vor allem deshalb so relevant, weil KI inzwischen für nahezu jeden zugänglich ist. „Dadurch, dass jeder ein generatives KI-System zu Hause nutzen kann, ist das einfach ein Thema, das sofort in Kinderzimmern, in Wohnzimmern, am Essenstisch, bei allen Familien da war“, erklärt Wolf.

Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen aus der Region kamen zusammen, um sich einen Tag lang mit der Frage auseinanderzusetzen, wie künstliche Intelligenz unsere Zukunft beeinflussen kann. Mit dabei waren das Gymnasium der Stadt Baesweiler, natürlich auch Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Haus Overbach, das Inda-Gymnasium Aachen, das Kreisgymnasium Heinsberg, das Schiller-Gymnasium Köln, das Städtische Gymnasium Eschweiler und das Stiftische Gymnasium Düren. Außerdem nahmen sogar zwei Schüler aus Belgien an der Veranstaltung teil.

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Seit vier Jahren organisiert das Gymnasium einen solchen Thementag. Die Themen orientieren sich dabei an aktuellen Entwicklungen. Während im vergangenen Jahr Fake News im Mittelpunkt standen, ging es diesmal um künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit.

Dabei sollte KI weder grundsätzlich als positiv noch als negativ dargestellt werden. „Wie jede Technologie kann es für sehr gute Taten genutzt werden oder auch sehr schädliche Taten“, sagt Wolf. Entscheidend sei daher, die Möglichkeiten von KI zu erkennen und gleichzeitig ihre Risiken kritisch zu hinterfragen.

Foto: Oliver Garitz

Den Auftakt des Thementags bildete ein Vortrag von Julius Neumann, auch genannt der Klimamoderator, der auch durch den Tag führte. Dabei erhielten die Schüler einen Einblick in die Funktionsweise künstlicher Intelligenz und deren Zusammenhang mit den verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit.

Anschließend ging es in verschiedene Workshops. Dort konnten die Teilnehmer unterschiedliche Bereiche kennenlernen. Die Themen reichten von KI als Arbeitswerkzeug über den Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Polizei bis hin zu den Auswirkungen von KI auf die Energiewende.

Auch konkrete Anwendungen und ethische Fragen wurden behandelt. Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem vier Fragen: Zu welchem Zweck wird KI eingesetzt? Zu welchem Preis? Zu wessen Lasten? Und zu wessen Vorteil? Damit sollte deutlich werden, dass es bei künstlicher Intelligenz nicht nur um technische Möglichkeiten geht.

Ebenso wichtig sind die Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und Gesellschaft. Die Schüler sollten deshalb nicht nur verstehen, was KI leisten kann, sondern auch darüber nachdenken, welche Folgen ihr Einsatz haben kann.

Zum Abschluss des Thementags wurde es kreativ. Die Schüler mussten die Erkenntnisse aus ihrem Workshop und dem Impulsvortrag zusammenführen und gemeinsam eine Lösung für ein Problem entwickeln. Für die anschließende Präsentation hatten sie allerdings nur 45 Sekunden Zeit – und durften dabei nicht sprechen. Ob Bilder, Gesten oder andere kreative Darstellungen verwendet wurden, blieb den Gruppen selbst überlassen.

Auch KI durfte bei der Vorbereitung eingesetzt werden. „Von uns aus gerne“, sagt Wolf. Schließlich gehe es auch darum zu lernen, wie man künstliche Intelligenz sinnvoll und verantwortungsvoll nutzen kann.

Foto: Oliver Garitz

Dass KI in Zukunft eine größere Rolle im Unterricht spielen wird, davon ist Wolf überzeugt. Ein eigenes Schulfach „KI“ hält Wolf jedoch nicht unbedingt für notwendig. Stattdessen könne KI in bestehende Fächer und konkrete Aufgaben integriert werden.

Denn genau darin sieht sie eine wichtige Aufgabe: Schülerinnen und Schüler sollen KI nicht einfach die Arbeit erledigen lassen, sondern lernen, die Technologie bewusst einzusetzen und kritisch zu hinterfragen. „Letztendlich geht es ja darum, dass wir das sinnvoll nutzen“, betont Wolf.

Welches Thema beim nächsten Thementag im Mittelpunkt stehen wird, steht noch nicht fest. Sicher ist jedoch: Gerade bei künstlicher Intelligenz können sich Entwicklungen innerhalb kürzester Zeit verändern. Der Thementag am Gymnasium Haus Overbach zeigte deshalb vor allem, wie wichtig es ist, sich frühzeitig mit den Möglichkeiten und Folgen dieser Technologie auseinanderzusetzen.


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