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Ab 18 !!!!

Adult! Ab dem 1. „April, April“ werden im Kuba-Kino nur noch Filme ab 18 gezeigt. Ausweiskontrolle am Eingang. Ja, richtig, Ihr habt das Bild richtig interpretiert. Mann und Frau mögen bitte die Kuba-Kino-Reservierungsnummer beachten: 3,4 SEX – SEX 3,4. Kleiderordnung: Schild – „und sonst gaaaar nichts“, wie bei Marlene Dietrich.

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Gisa Stein (l) und Cornel Cremer (r) sind fürs KuBa im Bilde. Foto: Volker Goebels
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Na, gut, Brille ist erlaubt, ganz analog zu: „You can leave your hat on“ wie bei „The Full Monty“ (Open-„P“-Air-Kino im Laga-Zelt, Sommer 1998). Vorher empfehlen wir ein Gläschen Sekt, erhältlich an der Theke. Wer ein Corona bestellt, fliegt raus. Dann kommt es schon, das Kopf-Kino, kleines Intro, der Trailer, der Aufmacher, die Einstimmung. Dein Kopf möchte gerne die Bilderreihe vervollständigen, in diesem Fall im Gegenteil: Entblößen. „Sagen Sie jetzt bitte nichts!“ Weniger ist mehr. Betrachte innerlich Bild 2: Eva, ehm, Gisa nimmt zuerst den Schild, ach ja, das Schild vom Laib. Dann folgt Adam, ehm Cornel. Weg mit der 18! Wir wollen Rot sehen, Na ja, Rosa ist ok. Zu Bild 3 ertönt dann wilde Musik und das Traumpaar tanzt La Cucaracha auf dem Tisch, nee, auf dem Vordach, ohne Geländer, Netz und doppelten Boden. O.K., ich hab´ angefangen mit dem Bild, aber der Rest entsprang Eurer dem Frühling gezollten Phantasie.

Ansonsten drückt die Kino-Leuchtreklame all unsere Hoffnung aus: Uns wieder sehen, Filme gucken. Gesund bleiben. Kino-Leuchtreklame, schöööönes Wort! So retro und so viele Erinnerungen weckend. Ja, diese Tafel ist tatsächlich ein Relikt. Sie stammt vom längst entkernten Capitol-Kino in der Großen Rurstraße. Das war ungefähr neben Gardinen Prinz. Yep, der Vorhang ist gefallen. Die letzte Vorstellung im Capitol war am 23.12.1998: „Die Feuerzangenbowle“, das Ritual zum Abschied. „Bitte Tassen mitbringen, eine für die Tränen und eine für „den wönzigen Schlock“. Das junge Programm der Stadt Jülich war immer schon Teil des „Studi-O-Films“ und 1998 war es nahtlos übergegangen in „Kultur im Bahnhof zeigt im Kino“.

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Es galt, die Durststrecke zu überbrücken. Capitol schon zu, Kuba-Kino noch nicht auf. Seit 1996 betreibt der Verein Kultur im Bahnhof e.V. zwar schon das jugend- und soziokulturelle Zentrum im Erdgeschoss des Bahnhofsgebäudes, aber der große Tag der ersten Filmvorführung im KUBA-KINO war erst der 2. 6. 2003 mit „Johnny English“, natürlich noch als Silberkopie mit dem Ratter-Projektor. Das Kuba-Kino selbst wird also erwachsen dieses Jahr, stolze 18. Herzlichen Glückwunsch! Auch zum herausragenden Filmprogramm, das 2020 zum 15. Mal in Folge mit einer Förderprämie durch die Film- und Medienstiftung NRW ausgezeichnet wurde. Besonders honoriert wurde erneut das anspruchsvolle und abwechslungsreiche Kinderkinoprogramm. Starthilfe war notwendig, denn das Kinoprogramm bekommt kein Geld von der Stadt Jülich. Der Entschluss des Vereins zum Kino in Eigenregie konnte dank eines Zuschusses der Filmstiftung NRW, eines Darlehens der Filmförderungsanstalt und vieler Sponsoren realisiert werden. Die jetzigen Vorführer Klaus Krafft und Matthias Scheidt begannen ihre Tätigkeit Ende Dezember 2009. Genau ein Jahr zuvor ging die Geschäftsführung von Christoph Klemens auf Cornel Cremer über.

Cornel Cremer ist vom Verein hauptamtlich angestellt. Der Verein besteht aus mindestens fünf gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern, die gemeinsam entscheiden. Das Kino im Kuba war zunächst Mitglied im Abspielring mit Spielstellen in Merkstein, Herzogenrath, Würselen und Monschau, hat ab Januar 2007 die Leitung des Abspielrings übernommen. Von nun an oblag die Programmauswahl dem Kuba, der auch die Disposition und Abrechnungen für die anderen Spielstellen erledigte. Im Dezember 2011 war ein neuer 35mm Projektor fällig, der bis zur Digitalisierung im Dezember 2013 seine Dienste tat. Die rund 70 000 Euro für den notwendigen Projektor konnten durch Förder- und Sponsorengelder aufgewendet werden. Es war zugleich das Ende des Abspielrings. Die anderen Spielstellen konnten sich keinen solchen Projektor leisten. Dank der Jülicher Lions-Clubs Juliacum und Gavadiae wurde 2018 die motorisierte, von der Decke kommende Leinwand in Betrieb genommen. Das war eine wesentliche Verbesserung und Erleichterung. Für den Auf- und Abbau des alten Leinwandgestells musste immer erst die komplette Bestuhlung aus dem Weg geräumt werden.

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Peer Kling
Peer Kling, typisches "KFA-Kind", nicht aus der Retorte, aber in der zweiten Volksschulklasse nach Jülich zugezogen, weil der Vater die Stelle als der erste Öffentlichkeitsarbeiter "auf dem Atom" bekam. Peer interessiert sich für fast alles, insbesondere für Kunst, Kino, Katzen, Küche, Komik, Chemie, Chor und Theater. Jährlich eine kleine Urlaubsreise mit M & M, mit Motorrad und Martin.

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