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Herzogleaks

In die Tiefen der Investigation eingetaucht sind Dorothèe und Arne Schenk.

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Grafik: Daniel Grasmeier
Grafik: Daniel Grasmeier
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Leak 1

Erdmännchen sind hier zuhause, Bennett-Wallaby-Kängurus auch, noch dazu Stachelschweine. Der Zuzug von Ottern ist auch fest eingeplant für den Zoo im Brückenkopf-Park. Jetzt sieht es sogar sehr danach aus, dass die Stadt Jülich bereits an dem nächsten Coup arbeitet und weitere Exoten im Brückenkopf-Park unterbringen möchte: Bowtruckles, Niffler und vielleicht sogar ein paar Diricawls.

Fans der englischen Schriftstellerin Joanne K. Rowling bekommen ob dieser Nachricht bestimmt schon feuchte Augen und Hände, handelt es sich hierbei doch um Kreaturen aus ihrer aktuellen Schöpfung „Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“, die derzeit erfolgreich für das Kino adaptiert wird. Die Stadt Jülich verfügt bereits über gute Erfahrung im Harry-Potter-Universum, hat doch das Ehepaar Eva Behrens-Hommel und Wolfgang Hommel mit seinem Team der Fischer-Buchhandlung zum Erscheinen von diversen Bänden unvergessliche Spektakel als Harry-Potter-Nächte veranstaltet.

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Im Zuge der neuen Konzeption für erfolgreiche Veranstaltungsreihen auf dem Gelände des Brückenkopf-Parks hat sich Landrat Wolfgang Spelthahn an die beeindruckenden Nächte erinnert und mit seiner Idee sofort an Bürgermeister Axel Fuchs gewandt, der dem Vernehmen nach wohl ein wenig brauchte, ehe er ebenfalls mit dem Virus infiziert war. Was sich zunächst wie eine spinnerte Idee anhörte, stieß wider Erwarten auf gegenseitiges Interesse, denn offenbar zeigte sich auch die Londoner Seite nicht abgeneigt, eine Lizenz für das Vorhaben auszustellen.

Nun geht es an die Feinjustierung, denn die Finanzierung steht noch nicht, dürfte aber mit dem Nachweis der zugehörigen Lizenzen kein Problem bedeuten. Die Installation der geplanten drei Bühnen – die „Muschellösung – dürfte damit aber schon wieder hinfällig sein, denn der damit geschaffene Raum für Zuschauer ist wohl viel zu knapp bemessen.

Leak 2

Bauen und Jülich… Das sind zwei Themen, die seit 1548 immer wieder zu Kontroversen in der Herzogstadt führen. Nachdem eindrucksvolle 25 Jahre wenig bis gar nichts in Jülich vorangegangen ist, hat es jetzt den Anschein, dass die ganze Stadt zur Baustelle wird: Im historischen Archiv sind beim Forschen an der Jakobusbastion per Zufall auch Schriftstücke des alten Napoleon aufgetaucht. Bekanntermaßen hat er den Jülichern die Gelder gestrichen, so dass der Brückenkopf nicht als komplettes Festungswerk ausgebaut werden konnte. Endlich kann der Baustopp aufgehoben werden und der nächste Bauabschnitt „Festungswerk“ in Angriff genommen werden – gerade rechtzeitig im Zuge des integrierten Handlungskonzeptes (InHK) und der Umsetzung der Pläne für die große Veranstaltungs-Muschel. Fest mit eingebunden werden sollen der Förderverein Festungsstadt und Bürgerbeirat historische Festungsstadt. Beide haben sich hochinteressiert gezeigt. An derselben Stelle, so heißt es aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen, sollen sich auch die fehlenden Unterlagen für das Parkdeck, die seit 2007 vermisst werden, aufgefunden haben. Eine Bestätigung hierzu steht allerdings noch aus.

Leak 3

„An die Kisten, fertig, los!“ Wenn der amtierende Jülicher Kørling-Meister vom Team Lazarus am 18. Mai im Brückenkopf-Park seinen Titel zu verteidigen versucht, sind womöglich prominente Widersacher am Start. Die Kunde vom fantastischen Festival-Feeling der vergangenen Events ist offenbar bis in die Landeshauptstadt getragen worden, wo sich die Mitglieder einer bekannten Punkrock-Truppe konkret mit einer Beteiligung daran auseinandersetzen.

Bereits beim letztjährigen Wettbewerb soll sich Die-Toten-Hosen-Schlagzeuger Vom Ritchie unter den Zuschauern befunden haben, um zu schauen, was sich „Die verrückten Deutschen“ so einfallen lassen, wenn der letzte Bierkasten leergetrunken ist. Eigentlich wollte er nur die Wartezeit bis zu seinem Auftritt mit „Cryssis“ im Kulturbahnhof überbrücken und ist seinen Kumpels Uwe Mock und Cornel Cremer einfach in den Brückenkopf-Park gefolgt.
Von der Atmosphäre zeigte er sich spontan angetan, ein wenig Mallorca mit besserer Musik. Nun soll er ernsthaft eine eigene Crew zusammengestellt haben, um als „Katastrophen-Kommando“ selber an dem etwas derben Spaß teilzunehmen. Ob tatsächlich auch weitere Musiker der Band mit dabei sind, wurde noch nicht bestätigt, aber zumindest zwei Namen sind in dem Zusammenhang gefallen: Andi und Breiti.

Ein weiteres Gerücht machte in dem Zusammenhang die Runde, nämlich dass CCKG-Bühnenbutler Caddy in diesem Zuge auch seine ehemaligen Kollegen von den Wohlstandskindern für einen „Kurzauftritt“ wieder zusammentrommelt. Dies dürfte aber wohl ein Wunschtraum bleiben. Dabei könnte es so schön sein: Zuerst gemeinsam feiern beim zünftigen Bierkasten-Curling, danach gemeinsam loslegen beim knalligen Spontan-Konzert.

Leak 4

Das Leben im und am Wasser begeistert nach eigenen Aussage den Bürgermeister wie seinen ersten Beigeordneten. Aus dem Grund soll in Kürze nicht nur ein Freischnitt an der Rur erfolgen, um endlich wieder erkennbar zu machen, dass Jülich eine Stadt am Fluss ist, sondern das neue Projekt „Wohnen am Wasser“ für die Menschen umgesetzt werden. Der zehn Meter tiefe und 20 bis 30 Meter breite Wallgraben der Zitadelle, der bereis jetzt an einigen Stellen Wasser führt, soll geflutet werden. Übrigens auch keine neue, sondern uralte Überlegung: Das Verteidigungsbollwerk Brückenkopf sollte den Franzosen ermöglichen, aus der Herzogstadt Jülich und seiner Zitadelle im Ernstfall eine wasserumflutete Halbinsel zu machen. Allerdings versagte das Verfahren schon beim Probelauf und wurde nie wirklich vollendet.

Leak 5

Der HERZOG erscheint ab 2020 als Tageszeitung.

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