Start featured Mondlandschaft zwischen Baggern und Sophienhöhe

Mondlandschaft zwischen Baggern und Sophienhöhe

Peers Kino Kolumne ist diesmal eine Einladung zur Premierenfeier des Fantasyfilms „Reset Now“ von Ömer Pekyürek im Kuba-Kino.

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Durch eine Kaskade von Zufällen und früheren Zusammenarbeiten hat ein Team, aus ganz Deutschland zusammengefunden, um das Filmprojekt „Reset Now“ zu realisieren zu realisieren. Produziert wurde der in der Zukunft spielende Kurz-Science-Fictionfilm von der fünfköpfigen Hambacher Firma Plan B Medien GmbH, die Corona bedingt ihren Schwerpunkt vom Eventmanagement für die Industrie auf die Film- und Videoproduktion mit professionellem Equipment für Kamera- und Schnitt-Technik für die Postproduktion verlegt hat. Der Kopf der Firma, die in der ehemaligen Gaststätte Haus Schebben ihren Standort gefunden hat, gehört Lydia Birker. Auch die semi- bis voll-professionellen Filmschauspieler kommen aus weit verstreuten Städten verschiedener Bundesländer.

Worum geht es in dieser im Jahr 2180 angesiedelten Geschichte? Kurz gesagt, um eine bessere Welt. Ein 3. Weltkrieg hat die Erde unbewohnbar gemacht. Fünf Überlebende aus verschiedenen Zeitepochen brechen auf zu einem neuen Planeten, ein Neuanfang, Reset eben. Bei dem Film war eine karge „Mondlandschaft“ ohne jedes Grün gefragt. RWE Power erteilte die erste Drehgenehmigung, ever, in einer verbotenen Zone auf der Sophienhöhe, gigantisch. Das war ein großer Glücksfall.

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Regie führte, wie schon bei dem großenteils in Jülich gedrehten Film „Die letzte Hexe“ der 1982 als Sohn türkischer Einwanderer in Duisburg geborene Ömer Peykyürek. Seine Filme erhielten auf Festivals in Europa, Singapur und Indien mit mehr als 13 Auszeichnungen große Anerkennung. Gedreht wurde im August 2023, aber auch in einem trockenen Sommer kann es regnen, hat es dann auch. Die Fahrzeuge haben sich bei der Produktion festgefahren. Ein Radlader hat eine „Straße“ improvisiert. Die „Höhlen-Szenen“ wurden im Haus Schebben, sozusagen zu Hause, gedreht. Da gibt es ein Gewölbe mit Erdhaufen und Geröll.

In einer exklusiven Pressevorführung für den HERZOG haben Lydia Birker und der Kameramann Jonathan Strauch die Früchte ihrer Arbeit in einer Leinwandprojektion gezeigt. „Reset Now“ vereinigt, getragen von einem unendlichen Idealismus und einem besonderen Teamgeist, eine gute Idee voller Inspiration mit professionellem Handwerk und guten Darstellern in perfekt gewählter Location zu einem „Erlebnis-Ergebnis“ mit Geschmack auf mehr. Ich wünsche der an Selbstausbeutung grenzenden No-Budget-Produktion, dass sie einen Geldgeber für ein „Reset Now“ in Spielfilmlänge wach küssen wird.

Der Abend wird durch einen weiteren hoch dekorierten Kurzfilm desselben Regisseurs ergänzt. In dem modernen Western mit Science-Fiction-Elementen „Gunima Reloaded“ (2021) geht es um Rassismus, Völkermord, Integration, Zuwanderung und Vorurteile mit dem Ziel bei den Zuschauern ein grundsätzliches Interesse an einem multikulturellen Miteinander zu wecken.

Die Premiere des zehnminütigen Fantasyfilms „Reset Now“ findet im Jülicher Kuba-Kino statt. Geplant ist nach einem Sektempfang und Begrüßung um 18 Uhr mit dem Kurzfilm „Gunima Reloaded“ zu starten. Es folgen Ankündigung und kurze Erläuterung zu „Reset Now“ ehe der Film gezeigt wird. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit Regisseur, Kameramann, Produktionsleitung, Schauspielern und anderen Beteiligten. Die Moderation übernimmt die Schauspielerin und Moderatorin Melanie Scheiter aus Dortmund.

Kino-Premiere SA 04|05
Kulturbahnhof Jülich | Bahnhofstr. 13 | 18 Uhr | Eintritt frei

Der Link zum Trailer für alle App-Nutzer https://youtu.be/AFEpnKuedtw?si=Fw_YZ0GJD5106kd3 und zur Galerie https://hzgm.de/3w12APo

Die an dem Film beteiligten Personen:
Technik:
Ömer Pekyürek (Regie)
Jonathan Strauch (Kamera)
Agnieszka Dutkiewicz (Kostüme)
Stefania Russo (Maske)
Lydia Birker (Produktionsleitung)

im Vordergrund vor der Gruppe: Fabrice Tambwe („Messias“) in der Gruppe (v.l.n.r.): Stefan Henne (Soldat) Hannah Schmidt (Richterin)
Lisa Maria Backhaus (Seherin) Joachim Klang (Kreuzritter) (Das Kettenhemd war eine Leihgabe von Viatores Tempori und wiegt um die 30 kg) Dursun Boduroglu (Osmane)

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Peer Kling
Peer Kling, typisches "KFA-Kind", nicht aus der Retorte, aber in der zweiten Volksschulklasse nach Jülich zugezogen, weil der Vater die Stelle als der erste Öffentlichkeitsarbeiter "auf dem Atom" bekam. Peer interessiert sich für fast alles, insbesondere für Kunst, Kino, Katzen, Küche, Komik, Chemie, Chor und Theater. Jährlich eine kleine Urlaubsreise mit M & M, mit Motorrad und Martin.

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