Start featured Schirmer-Studien, römische Gräber und der Kirchenschatz der Propsteikirche

Schirmer-Studien, römische Gräber und der Kirchenschatz der Propsteikirche

Auf gut 500 Seiten gibt der Jülicher Geschichtsverein wieder viele Einblicke in die Geschichte der Stadt Jülich und des Jülicher Landes

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Archäologie des römischen Jülichs, die Kunstgeschichte Antwerpener Altäre in Linnich und die Geschichte einer Ringofenziegelei in Jülich sind nur einige der vielfältigen Themen aus der regionalen Geschichtsforschung, denen sich der Band 87 der Jülicher Geschichtsblätter widmet. Neben den einzelnen Aufsätzen runden Buchbesprechungen, Vereinsmitteilungen und drei Nachrufe diese Ausgabe des Jahrbuchs des Jülicher Geschichtsvereins ab.

Eingeleitet wird der Band von den „Beiträgen zur Jülicher Archäologie“, die sich dieses Mal schwerpunktmäßig ersten wissenschaftlichen Ergebnissen der archäologischen Untersuchungen römerzeitlicher Gräber unter der Mariengartenstraße in Jülich widmen. Der Befund zahlreicher kaiserzeitlicher Brandgräber erlaubt einen bemerkenswerten Einblick in verschiedene Aspekte des antiken Jenseitsglaubens.

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Die Laufenburg im Wenauer Forst bei Langerwehe ist ein beliebtes Ausflugsziel, dessen Geschichte und Baugeschichte mit zahlreichen historischen und aktuellen Bildern vorgestellt wird. Die genaue Beschreibung und Analyse des Kreuzaltares in der katholischen Pfarrkirche St. Martinus in Linnich eröffnet eine neue Aufsatzreihe über die Antwerpener Altäre im Jülicher Land. Der junge Fürst Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg reiste 1674 nach Frankreich. Erstmals werden seine Erlebnisse am Hof König Ludwigs XIV. von Frankreich anhand eines zeitgenössischen Reiseberichts vorgestellt und erläutert. Die Propsteipfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Jülich beherbergt einen bemerkenswerten Kirchenschatz, der sich aus Stücken des 18. bis 20. Jahrhunderts zusammensetzt, die ausführlich dokumentiert und erläutert werden.

Mit zwei Beiträgen werden die Schirmer-Studien fortgesetzt, die sich mit dem aus Jülich stammenden Landschaftsmaler Johann Wilhelm Schirmer (1807–1863) beschäftigen. Ein Aufsatz fragt nach dem Verhältnis Schirmers zu seinem Malerkollegen Carl Friedrich Lessing, ein weiterer nach der Wirkung des Professors für Landschaftsmalerei an der Kunstakademie Düsseldorf auf Künstler in Amerika.
Weit über 20 Autorinnen und Autoren haben an dem aktuellen Band der Jülicher Geschichtsblätter mitgewirkt, den die Mitglieder des Jülicher Geschichtsvereins als Jahresgabe erhalten. Möglichkeiten zur Abholung bestehen bei der 32. Jülicher Bücherbörse am 1. März 2020 im PZ des Gymnasiums Zitadelle der Stadt Jülich und während des Tags der Druckgrafik am 15. März im Museum Zitadelle Jülich.

BUCHINFORMATON
Guido von Büren und Marcell Perse (Hrsg): Jülicher Geschichtsblätter. Jahrbuch des Jülicher Geschichtsvereins, Bd. 87, 2019 (2020)| Ammianus Verlag | Hardcover| 504 Seiten, zahlr. farbige Abb. | ISBN 978-3-945025-86-4 | Preis: 29,90 Euro

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Guido von Büren
Eine echte Muttkrat und mit unbändiger Leidenschaft für Geschichte und Geschichten, Kurator mit Heiligem Geist, manchmal auch Wilhelm V., Referent, Rezensent, Herausgeber und Schriftleiter von Publikationen, Mitarbeiter des Museums Zitadelle und weit über die Stadtgrenzen hinaus anerkannter Historiker, deswegen auch Vorsitzender der renommierten Wartburg-Gesellschaft

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