Start Magazin Festival „Lampenfieber extremst“

„Lampenfieber extremst“

Nach vier Wochen Planung durch eine Schul-AG hat das Festival "Together Fire – Respektvolles Miteinander" in der Sekundarschule Jülich stattgefunden. Die Veranstaltung begeisterte nicht nur die Zuhörerschaft, sondern auch die Organisierenden.

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Das Organisationsteam, Repräsentation für Unterstützung und Förderung und die Acts: Das waren die Köpfe beim Schulfestival "Together Fire". Foto: Ariane Schenk
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Auch wenn es immer schwierig ist, Stimmung bei Schulveranstaltungen zu erzeugen, so war zu beobachten, dass einige Jugendliche sogar fast andächtig dem Treiben auf der Bühne zuschauten und lauschten. Die Musikschaffenden auf der Bühne brachten ihr Publikum sogar dazu, mit ihnen zu interagieren. Das Moderationsteam aus Kimbangu und Mariella meisterte seine Aufgabe souverän. Zunächst mit Unterstützung von Yao Houphouet, 1. Vorsitzender von Ensible, aber danach bereits alleine stellten sie die Acts des Tages vor.

Diese waren vielfältig: Von Rap zu einer Band über Beatbox zu mit Beats untermaltem Poetry Slam und sogar Akrobatik gab die Vorstellung viel her und wurde durch anschließende Workshops ergänzt. Gab es mal eine Umbaupause, etwa bei den Akrobaten, so konnte Beatboxer Ray einspringen und die Zeit überbrücken. Zwischendurch gab es auch immer wieder Klänge von der aufgebauten Trommel an der Saftbar zu hören. All dies rundete das Ambiente der Schulveranstaltung ab.

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Es sei für junge Menschen eine wichtige Erfahrung und Schlüsselkompetenz, eine Idee zu entwickeln und zur Umsetzung zu bringen, meinte Yao Houphouet. Gerade im schulischen Umfeld sei man eine Orientierungsvorgabe gewohnt, im Zuge dieses Projektes könnten junge Menschen lernen, dass sie ihre Schule, Stadt und Welt selbst gestalten können – das Ziel laute Eigenständigkeit. Die Fördermittel des Ministeriums seien bereitgestellt worden und die Jugendlichen konnten selbst entscheiden, was damit umgesetzt werden soll.

Die Planung habe Spaß gemacht, aber gerade kurz vor der Veranstaltung sei es anstrengend geworden, fand das Team aus der Schülerschaft. Zwar wäre man jetzt, kurz vorher, sehr aufgeregt – „Lampenfieber extremst“, wie Lucy es formulierte – es habe sich aber gelohnt. „Es sind neue Freundschaften entstanden mit anderen, mit denen man sonst nicht so viel zu tun gehabt hätte“, erzählte Franceska. Es wurde viel über Teamarbeit gelernt, wie wichtig es ist sich mit anderen abzusprechen, dass es zusammen besser funktioniert als alleine und wie es ist, Teil eines großen Projekts zu sein. „Schade, dass es nur ein Tag ist“, fand Laura. Sie sind sich einig: Die Gruppe möchte zukünftig weitere Projekte in Angriff nehmen.

„Ich war überrascht, als alles aufgebaut war“, sagte Kimbangu vom 25-Köpfigen Organisationsteam kurz vor Beginn des Konzerts „Together Fire – Respektvolles Miteinander“. Nur sechs Wochen vergingen von der ersten Vorstellung des Schulfestivals „Backyards“ durch Falko Schönian, künstlerischer Leiter des Ensible e.V, und der tatsächlichen Umsetzung in der Sekundarschule Jülich. Unterstützt wurde die aus 25 Jugendlichen der Jahrgangsstufen 5 bis 8 bestehende AG nicht nur von der Schule und dem Ensible e.V., als Stützpunkt für Jugendkultur in NRW, sondern auch vom Roncalli-Haus, dessen Leiter Sascha Römer krankheitsbedingt letztlich nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte. Diese Kooperation und Förderung vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration im Rahmen des Projektes „Jülich – was geht“ ist Sozialdezernentin Doris Vogel zu verdanken.


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