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Jülicher Schätze (5)

In loser Folge lenkt der HERZOG den Blick auf Sehenswürdigkeiten von Jülich, die nicht sofort ins Auge fallen. Diesmal: Das Taufbecken in Barmen - näher betrachtet von Lokalhistoriker Alexander Holz.

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Foto: Volker Goebels
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In der Nähe der Barmer Pfarrkirche findet der aufmerksame Beobachter eines der ältesten Einrichtungsgegenstände dieses Gotteshauses: den romanischen Taufstein. Seit vielen Jahren steht er neben dem Kirchturm. Leider befindet sich dieses bedeutsame Relikt genau wegen seiner Platzierung in der Grünanlage in einem beklagenswerten Zustand: zweckentfremdet als wildwachsender Blumenkübel, dem Wind und der Witterung ausgesetzt.

Das Becken besteht aus rotbraunem Sandstein und verfügt über keine Inschrift, sodass man dessen historische Bedeutung leider seit Jahren übersehen hat. Dabei sind gerade romanische Taufsteine in ihrer darstellerischen Einfachheit eine historische Besonderheit. Warum er nicht mehr in der Kirche steht, ist wahrscheinlich damit zu erklären, dass man ihn spätestens im 18. Jahrhundert aus den Räumlichkeiten des Gotteshauses entfernte – man tauschte ihn möglicherweise gegen das in heutiger Nutzung befindliche Taufbecken aus, das im Jahre 1703 von der Freifrau Sophia Maria Raitz von Frentz der Pfarre gestiftet wurde.

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