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Am Anfang war das Spektrum

Auf und ab - Schichten und Licht

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Am Anfang war das Spektrum auf und ab | Foto: HZG
Am Anfang war das Spektrum auf und ab | Foto: HZG
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Visuelle Kunstformen benötigen Licht und wie bei jeder Gebundenheit entsteht dabei ein Verhältnis, dem man sich öffnen oder verschließen kann. Öffnet man sich, dann entsteht ein gemeinsamer Weg.

Der gemeinsame Weg von Christiane Crewett-Bauser, Frank Göllmann und dem Licht entstand nicht zufällig: Die Malerin hatte schon längere Zeit Pigmente in die Wachsschichten ihrer Enkaustiken eingearbeitet, um in der Transparenz des Materials deren farbige Wirkung zu steigern. Der Lichtkünstler, der Bildhauerei studiert hatte, aber seine Plastiken zunehmend mit farbigem Licht als Form- und Schattenspiele inszenierte, ließ am Ende die Objekte ganz weg, das Licht blieb. Da nun die Synergie von Enkaustik und Licht den Arbeiten beider Künstler einen nicht zu übersehenden Zuwachs an Farbigkeit brachte, machten sie sich daran, ein multimediales Konzept zu entwickeln.

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Physikalisch gesehen ist Licht Welle und Teilchen, es wird erst auf Materie sichtbar und es nimmt im Quadrat zur Entfernung ab, Prozesse, mit denen die Künstler samt farbigen Wachs und Licht ihre elektromagnetische Arena errichten. Eine virtuelle Zirkuskuppel, in der Welle und Teilchen als Akrobaten sich im Auf und Ab ihrer Farbkaskaden durch das Dunkel der Manegen schwingen.

Auf „Youtube“  kann man sie als farbigen Schichtungen in den Türmen der ehemaligen Brücke von Remagen aufleuchten sehen. Transluzierende Tröpfchenschleier, die von einem rundum laufenden, 4 x 4,5 Meter messenden Wasserfall aufwirbeln, um als Nordlicht artige Farbsequenzen in den Gebäuden widerzuscheinen. Auf die Licht-, Farb-  und Klangmanege im Hexenturm darf man gespannt sein.

Das Licht, Christiane Crewett-Bauser und Frank Göllmann sind froh, dass sie sich gefunden haben. Ich schließe mich dem an.

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Dieter Laue
Dieter ist hauptberuflich Künstler. Laue malt seine Bilder nicht, sondern er komponiert und improvisiert wie ein Jazzmusiker. Sein freier Gedankenfluss bring die Leser an die verschiedensten Orte der Kunstgeschichte(n). Er lässt Bilder entstehen, wo vorher keine waren. In Bild und Schrift.

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