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Vom Ziselieren und Walzen

Als kleiner Gold- und Silberschmiedebetrieb fertigt Gerd Frank aus Freialdenhoven Schmuck-Einzelstücke sowie Wandobjekte und Skulpturen ausschließlich in liebevoller Handarbeit, was sagen will, dass hier goldschmiedetechnisch noch nach „alter Schule“ gearbeitet wird.

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Individueller Schmuck | Foto: Gerd Frank
Der Goldschmiede aus Freialdenhoven | Foto: Gerd Frank
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Seine Schmuckarbeiten zeichnen sich in erster Linie durch seine besonderen Oberflächenbearbeitungen aus. So verarbeitet Gerd Frank beispielsweise Gold und Silber im Kohleabdruckverfahren, wobei das flüssige Edelmetall bei ca. 1.150 °C auf angeritzte Kohle gegossen wird. Hierbei entstehen ganz natürlich immer nur Unikate und jeder Kunde erhält ein ganz individuelles Schmuckstück. Bei seinen Kunden ist die Sepia-Gusstechnik noch eine Spur beliebter. Hier wird das flüssige Edelmetall in Sepia-Schalen gegossen. Die natürliche Struktur der Sepiaschale hinterlässt ihren eigenen einmaligen “Fingerabdruck”. So besteht die Möglichkeit, Trauringe oder Partnerringe aus einem einzigen Guss zu arbeiten. Bei dem fertigen Ringpaar kann man anhand der Oberflächenstruktur die „Zusammengehörigkeit“ sehr gut erkennen.

Eine weitere besondere Art der Oberflächenbearbeitung ist das Ziselieren. Hierbei handelt es sich um eine althergebrachte Arbeitstechnik, die bereits im alten Ägypten erwähnt wurde und heute fast verschwunden ist, da sie bei jungen Goldschmieden fast nicht mehr zur Anwendung kommt. Beim Ziselieren werden mit Hammer und sog. Punzen figürliche Darstellungen o. ä. in Edelmetallbleche getrieben.

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Zum Abschluss sei auch noch das Walzen erwähnt. Bei dieser Technik wird das Edelmetall mit natürlichen Materialien wie trockenen Maisblättern, Ähren, getrockneten Blättern gewalzt. Außerdem finden sich neben Perlen und Edelsteinen in vielen seiner Schmuckstücke auch Naturfundstücke wie z.B. Kieselsteine aus dem nahen Braunkohletagebau Inden, versteinerte Pottwalknochen von der Nordsee, sog. „Hühnergötter“ und Flintsteine von Rügen, getrocknete Eukalyptusblüten, Knochen und Hölzern. Die Wandobjekte und Skulpturen von Gerd Frank bestehen aus ziselierten figürlichen Darstellungen aus Bronze, Messing, Kupfer und/oder Silber in Verbundenheit mit Naturfundstücken wie Schwemm- oder Fundhölzern, Baumpilzen oder Rinden, Felsstücken oder Steinen.

Gerd und Karin Frank | Foto: Gerd Franken
Gerd und Karin Frank | Foto: Gerd Franken

Gerd Frank bietet dem Kunden außerdem die Möglichkeit, aus dessen Altgold neue Schmuckstücke zu arbeiten. Dies ist eine gute Gelegenheit, altem Erbschmuck oder unmodernen Schmuckstücken eine neue „schmucke Form“ zu geben und hat den Vorteil, dass das edle Material bereits vorhanden ist, was die Anfertigung eines neuen Stückes preislich natürlich wesentlich günstiger werden lässt. So findet „Omas“ Erbstück sich häufig in Trauringen, Kreuzanhängern oder anderen Schmuckstücken wieder. Schöne und intakte Edelsteine können selbstverständlich mit verarbeitet werden.

www.gerd-frank.com


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