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Jöckens Vermächtnis lebt weiter

Vor etwa einem Jahr starb der Pastor Dr. Peter Jöcken. An St. Martinus in Kirchberg hängt nun gut sichtbar an der Außenmauer der Kirche eine Gedenktafel zu seinen Ehren. Initiiert von Wolfgang Veit und Markus Holländer, abgesegnet vom Gemeinderat, und finanziert von der Pfarrei Heilig Geist erinnert sie an über 40 Jahre Dienst für die Gemeinde.

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Gedenktafel für Dr. Peter Jöcken. Foto: Mira Otto
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Der gebürtige Krefelder Peter Jöcken hat sich auf vielfältige Weise um den Jülicher Raum verdient gemacht – in verantwortungsvollen Ämtern wie auch auch als Pastor im besten Sinne. Bis zuletzt versah er sein Priesteramt Seelsorgebereich Südwest mit Kirchberg, Bourheim, und schließlich auch Koslar Selgersdorf, Krauthausen und Schophoven. Besonders bemüht war er im Bestreben um eine herzlichere und gesündere Zusammenarbeit zwischen dem Christen- und Judentum und dem Islam. Denn ob Abraham oder Ibrahim, wenn es um die Nächstenliebe geht, sah er vor allem die verbindenden Elemente des Glaubens.

Sein zweites Herzensprojekt wurde die Seelsorge in der „einen Welt“. Durch die Schilderungen der Zustände in seinem Heimatland inspirierte der nigerianische Pater Pantaleon bei einem Gastbesuch kurz vor der Jahrtausendwende zahlreiche Mitglieder des Pfarrverbundes. Sie entschieden sich zur Übernahme von Schulpatenschaften und zur Unterstützung eines Brunnenprojektes in Umunumo. 2005 reiste Pastor Jöcken zum ersten Mal selbst nach Nigeria und als Pater Pantaleon 2006 plötzlich starb übernahm der Kirchberger Hirte den Staffelstab für dieses Projekt. Als Pastor Jöcken am 25. Januar 2020 starb hinterließ er neben seiner immensen Büchersammlung 14 Patenkinder in Nigeria. Ein Vermächtnis, dem sich der Freundeskreis Nigeria jetzt weiter verpflichtet fühlt.

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Daher wurde sein gegen freiwillige Spenden abgegebener Nachlass zusammen mit den großzügigen Spenden bei seiner Begräbnisfeier der finanzielle Grundstock zur Fortführung des Nigeria-Projektes. In Absprache mit dem Bruder Pater Pantaleons in Nigeria konnte die Schulbildung der Patenkinder für die nächsten zwei Jahre sichergestellt werden. Eine Patenschaft beinhaltet die Schulkosten und Schulmaterialien. Zwischen 180 und 250 Euro im Jahr oder 15 und 20 Euro im Monat werden hierfür angesetzt. Bei Interesse, selbst Unterstützer zu werden, oder zu Rückfragen ist als Ansprechpartner Hans Herzog unter der Telefonnummer 02428/904353 und [email protected] zu erreichen.


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