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Schwerpunkt „Lebenswissenschaften“

Prof. Frauke Melchior verstärkt ab Anfang April den Vorstand des Forschungszentrums Jülich.

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Prof. Frauke Melchior. Foto: Veronika Solaris
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Die Biochemikerin wird als zusätzliches Vorstandsmitglied den neugeschaffenen wissenschaftlichen Geschäftsbereich „Lebenswissenschaften“ verantworten. Zu diesem gehören die Bio- und Geowissenschaften, die Biologischen Informationsprozesse sowie die Neurowissenschaften und Medizin.

Prof. Frauke Melchior studierte Chemie an der Philipps-Universität Marburg und der University of Bristol und promovierte in Marburg zu einem Pflanzen-biochemischen Thema. Nach einem ersten Post-Doc am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen arbeitete sie ab 1992 als Post-Doc am Scripps Research Institute in La Jolla in Kalifornien, wo sie Proteinsortierung in menschlichen Zellen untersuchte und dabei das SUMO-Protein entdeckte, das seitdem in den Fokus ihrer wissenschaftlichen Arbeiten rückte. Am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München startete sie 1998 ihre erste eigene Arbeitsgruppe. Sechs Jahre später übernahm sie einen Lehrstuhl für Biochemie im Bereich Humanmedizin der Georg-August Universität Göttingen. 2008 wechselte sie auf eine Professur für Molekularbiologie am Zentrum für Molekulare Biologie (ZMBH) der Universität Heidelberg.

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Neben ihrer langjährigen und erfolgreichen Forschungsarbeit in Deutschland und den USA war Melchior auch Sprecherin eines Göttinger Sonderforschungsbereichs zum Protein- und Membrantransport zwischen zellulären Räumen (SFB 523) und stellvertretende Sprecherin des Heidelberger Exzellenzclusters CellNetworks. Die 58-jährige Forscherin war zudem sechs Jahre Mitglied des DFG-Senatsausschusses für Graduiertenkollegs, vier Jahre Mitglied des DFG-Senats sowie fünf Jahre Prodekanin und drei Jahre Dekanin der Fakultät für Biowissenschaften an der Universität Heidelberg.

Zu den wichtigsten Auszeichnungen des neuen Jülicher Vorstandsmitglieds gehört der Young Investigator Award „BioFuture“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (1999), die Wahl zum Mitglied der renommierten europäischen molekularbiologischen Organisation EMBO (2008) und die Wahl zum Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina (2014). 2018 erhielt sie zudem den FEBS/ EMBO Woman in Science Award.


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