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Ins Weltall gereist

Insgesamt 17 Teams trafen sich im Berufskolleg für Technik und Informatik in Neuss zu einer von fünf Regionalrunden des zdi-Roboterwettbewerbs 2026. Eines davon war die DevCrew West von der Grundschule in Koslar.

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Am Ende gab es Medaillen und einen Pokal für die DevCrew West. Foto: zdi/Seidel-Dißmann
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Beim diesjährigen zdi-Roboterwettbewerb drehte sich unter dem Motto „zdi-Space Adventures“ alles um Raumfahrt und Weltraumforschung. Die Teams haben ihre selbst programmierten Roboter auf eine Mission geschickt, die typische Schritte einer Raumfahrtmission nachbildet – von den Vorbereitungen auf der Erde bis zur Erkundung eines fremden Planeten. Auf der Spielfeldmatte lösten die Roboter Aufgaben, die diese Abläufe symbolhaft darstellen: So haben sie etwa eine Rakete für den Start vorbereitet, Mini-Satelliten im Orbit positioniert oder Weltraumschrott eingesammelt. Mit dabei in diesem Jahr: die DevCrew von der Gemeinschaftsgrundschule Jülich-West in Koslar. In ihrem letzten Grundschuljahr haben die vier Jungs und zwei Mädchen erst an der Robotik-AG und nun auch als Team am Wettbewerb in Neuss teilgenommen.

MIt der Lego-Rakete ins All. Foto: zdi/Seidel-Dißmann

Damit die knallbunten Lego-Roboter ihre Aufgaben wie gewünscht – und vorgegeben – erfüllen können, brauchen sie die korrekten Anweisungen, sprich: Die Maschinen müssen programmiert werden. Doch das ist eigentlich der kleinste Teil, schließlich müssen die Roboter ersteinmal gebaut werden, erklären Theo, Katharina, Carolin, Vincent, Malte und Julian. Gemeinsam sind die sechs Jungen und Mädchen als DevCrew nach Neuss gefahren – dank zweier Mütter, die sich bereit erklärt hatten, die Wettkampf-Crew zu chauffieren. „Das hat Spaß gemacht“, ist das einhellige Resümee des Teams, das dort Dritter wurde in der Gruppe der Grundschulen. Das Ende der Fahnenstange ist damit längst nicht erreicht, schiebt der Lehrer hinterher. Für weiterführende Schulen respektive ältere Jugendliche ginge es mit der „First Lego League“ ein Bildungsprogramm, das noch weiter in die Tiefen der Robotik einsteigt.

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Beim aktuellen Wettbewerb, und auch in der regelmäßig angebotenen Arbeitsgemeinschaft an der Koslarer Grundschule, geht es zunächst einmal um eines: Spaß an der Sache. Auf den zweiten Blick allerdings zeigt sich schnell, dass die Freude am Tun nicht das Einzige ist, was die Robotik auch schon für Grundschulkinder sinnvoll macht: Das Zusammenarbeiten, das gemeinsame Problemlösen, aber auch das „Dranbleiben“, wenn es mal schwierig wird, und nicht zuletzt das Entwerfen, Konstruieren und Überarbeiten der Roboter sind mindestens genauso wichtig wie der Spaß. Und eigentlich kommt ganz am Ende erst die Programmierung als solche. „Der Roboter hing zum Beispiel hier mal fest“, berichtet Theo und weist auf einen der „Arme“ am Schieber des fahrzeugähnlichen Geräts hin, das die DevCrew sich ausgedacht hat. Kreativität ist wohl auch eine nicht zu unterschätzende Facette nicht nur beim Roboter-Bau – das zumindest beweist eindrucksvoll die funktionstüchtige Armbrust, die Vincent „so nebenbei“ während des Wettbewerbs gebaut hat und die er schnell mal demonstriert. Während der „Pfeil“ treffsicher abgeschossen wird, erzählen die Kinder, dass kurz vor dem Wettbewerb erstmal „gar nichts funktioniert“ hat. Also hieß es, alles noch einmal überprüfen, manches nachjustieren und verbessern. Dafür sind die Kinder so manche Stunde freiwillig länger geblieben, schließlich wollten sie möglichst erfolgreich sein – von den Eltern gab es dafür die volle Unterstützung, freut sich der AG-Leiter. „Das hat schon manchmal genervt“, gibt Julian grinsend zu, ergänzt aber gleich, dass „das Dranbleiben ganz wichtig war.“

Der zdi-Roboterwettbewerb soll Kindern und Jugendlichen einen niederschwelligen und spielerischen Zugang zu Informatik und Robotik bieten, so die zdi. Was die Koslarer Kinder betrifft, kann man konstatieren, dass diese Mission geglückt ist. Theo zumindest hat sich „auch so einen Roboter ach Hause bestellt“ und Carolin weiß schon, dass es an ihrer künftigen Schule, dem Gymnasium Haus Overbach, auch eine Robotik-AG gibt. Ob sie teilnehmen möchte? „Klar“, kommt die Antwort.

Über die zdi: Hinter der Abkürzung verbirgt sich die Gemeinschaftsinitiative „Zukunft durch Innovation“, die sich der außerschulischen Förderung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz MINT, verschrieben hat.


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