In der Nordschule Jülich wird die Übergangsphase von der Kita zur Grundschule seit diesem Schuljahr neu gedacht: Mit dem Projekt „Minischule“ ermöglicht die Nordschule in Absprache mit den Kindertagesstätten, dass sich die an der Nordschule angemeldeten Kinder schon vor dem ersten Schultag mit dem Schulalltag vertraut machen. Ziel ist es, Ängste abzubauen, Vorfreude zu wecken und den Start in die neue Lernwelt so fließend wie möglich zu gestalten. Das Konzept der Minischule baut auf dem bisherigen Kennenlerntag auf, entwickelt ihn jedoch deutlich weiter. In den Minischulgruppen, die nach Kitas zusammengesetzt werden, lernen die angehenden Erstklässlerinnen und Erstklässler gemeinsam mit ihren Freunden aus der Kita die Schule als Ort des Lernens, des Spielens und der Zusammenarbeit kennen.
Die Kinder kommen bereits seit Januar einmal im Monat, immer montags von 8.15Uhr-9.00Uhr in die Nordschule. Ganz stolz und schon sehr groß treffen sie sich mit ihren Eltern und den Erzieherinnen aus der Kita im Foyer der Schule, um dann ohne die Eltern in den Unterricht zu gehen.
Verschiedene Bildungsbereiche, die Vorläufererfahrungen der Kinder werden in den Blick genommen. Die Kinder Erfahren die Schule als Ort der Begegnung. Die Kinder besuchen Klassenräume, die Bibliothek, den Pausenhof und die Sporthalle, um sich mit der Umgebung vertraut zu machen. Sie erhalten erste Einblicke in das Arbeiten in einer Klasse, Einblicke in einfache Abläufe und Rituale.
Neben den Kindern aus der eigenen Kita begegnen sie ehemaligen Kitakindern und lernen die in der Schule arbeitenden Erwachsenen, die Lehrerinnen und Lehrer, den Sozialpädagogen, die OGS Mitarbeiterinnen, die Schulsozialarbeiterin und die Schulleiterin in der Minischule kennen. Die anwesenden Erzieherinnen aus der Kita geben ihnen Sicherheit. Auch die Klassentiere werden die Kinder kurz vor den Sommerferien in der Minischule besuchen.
Durch die frühzeitige Begegnung gewöhnen sich Kinder an Schule, Lehrerinnen und Lehrer sowie den Schulalltag – ohne den Druck der eigentlichen Einschulung. Die Lehrkräfte können im direkten Austausch mit den Erzieherinnen, die die Kinder sehr gut kennen, individuelle Bedürfnisse erkennen und beraten, und in die spätere Klassenbildung und in die gezielte individuelle Förderung/Forderung einfließen lassen. Dieses neue Übergangsprojekt der Nordschule soll zukünftig die kooperative institutionenübergreifende Zusammenarbeit weiterentwickeln.
Vor den Sommerferien findet am Freitag, 19.Juni, von 16 – 19 Uhr an der Nordschule ein „Nachmittag der offenen Türe“ für die Kita-Kinder statt. Eltern, deren Kinder im Schuljahr 2027/2028 in die Schule kommen, erhalten hier weitergehende Informationen zur Schule (auch zur Minischule).



















