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Nichts, nothing, rien, nada, niets…

Nichts, nothing, rien, nada, niets - ist wirklich wichtig

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Blick ins Loch des Braunkohle Tagebau Inden
Blick ins Loch des Braunkohle Tagebau Inden Foto: HERZOG
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Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geschätzte Leserschaft.

Ich freue mich sehr, Ihnen in diesem Monat mal direkt von der ersten Seite unseres Kulturmagazins schreiben zu dürfen. Mein Name ist Julian Schraven. Dem Einen oder Anderen von Ihnen ist mein Name vielleicht ein Begriff. Ich bin der, der meist ganz hinten in diesem Magazin eine kleine und doch nicht so klein wirkende Geschichte erzählt. Wenn sie jetzt nicht wissen, wovon die Rede ist, gebe ich Ihnen kurz die Gelegenheit auf Seite 33  nachzuschlagen.

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Nun sollten Sie wissen, was ich meine. Sie werden sich jetzt vielleicht, so wie ich es kurz vor Redaktionsschluss zu dieser Ausgabe des Herzogs tat, fragen: „Was hat der denn hier vorne zu suchen? Ist das nicht der mit dieser komischen Fortsetzungsgeschichte, dieser Road Trip Soap?“ Und ja, ich gebe zu, wir waren alle ziemlich verwirrt. Die Designer, die Leute aus der Druckerei und selbst der, der den HERZOG immer dahin bringt, wo Sie in sich abholen, wussten nicht recht, was das soll. Die Antwort auf diese zugegeben berechtigte Frage können Sie jedoch schon auf der Titelseite dieser Ausgabe finden. Falls Sie auch diese noch nicht ausreichend inspiziert haben, so können Sie das auch jetzt nochmal schnell tun.

Die Antwort lautet: Sommerloch!

Eigentlich waren wir auf der letzten Redaktionssitzung recht glücklich darüber auch dieses erfolgreich gefüllt zu haben. So werden Sie auch in dieser Ausgabe des Herzogs feststellen, dass Ihnen beim Lesen unserer Artikel eigentlich nirgendwo langweilig werden sollte. Vor allem nicht auf Seite 33.

Nichts, nothing, rien, nada, niets - ist wirklich wichtig
Nichts, nothing, rien, nada, niets – ist wirklich wichtig | Foto: HERZOG

Die Artikel waren also geschrieben, die Werbung gebucht, ja sogar ein Bild für unsere Titelseite hatten wir uns schon ausgedacht und dann passierte das, was sonst nie passiert war. Es gab noch keine Titelgeschichte.

Sie können sich ja, während Sie diese Zeilen lesen, mal selbst fragen, ob es Ihnen lieber gewesen wäre, wenn hier auf zwei Seiten nichts außer ein paar Werbeanzeigen gewesen wäre. Sicherlich hätten wir damit die Auflage bis Ende des Jahres gesichert. Und uns, das kann ich Ihnen felsenfest versichern, liegt es am Herzen Sie, ja Sie, die Sie dieses Heft mit vollster Überzeugung von der Auslagestelle Ihres Vertrauens mit zu sich nach Hause genommen haben, Sie unsere Leser auf das allerherzlichste zu begrüßen und auf das, was da kommen wird, einzustimmen. Sie, die Sie mit Ihrer Nachfrage des Herzogs das Erscheinen einer jeden Ausgabe sichern, sollen sich beim Lesen wohl fühlen und das schon von der ersten Seite an.

Stellen Sie sich doch bitte einfach nicht die Frage, was hier stehen würde, hätten wir nicht versäumt hier etwas hinzuschreiben. Lassen Sie sich von der Überzeugung, mit der Sie dieses Heft in ihr Herz geschlossen haben, leiten. Auch in dieser Ausgabe werden wir Ihr Vertrauen belohnen und Sie keinesfalls enttäuschen.

Na klar, es hätte besser werden können. Aber einen Artikel dazu, was alles hätte besser sein können, wären die Umstände anders gewesen, werden Sie sicherlich in der Dezemberausgabe des Herzogs finden.

Zurück zum Thema: Sommerloch.

Sie werden festgestellt haben, dass in Funk und Fernsehen derzeit alles aufgewärmt wird, was schon im Frühling und eventuell auch im Winter nur lauwarm serviert wurde. Keine Sorge. Diese Ausgabe des Herzogs beinhaltet kein „Was der Herzog bisher geschrieben hat“ und auch kein „Was der Herzog irgendwann mal schreiben wird“. Wir freuen uns Ihnen in dieser Ausgabe von Eis- und Badekultur berichten zu dürfen und stellen Ihnen Jülichs „Iceman“ und den Förderverein Freibad Jülich e.V. vor. Natürlich finden Sie auch in dieser Ausgabe wieder alle Termine in und um Jülich sowie das aktuelle Kinoprogramm. Ich persönlich möchte Ihnen jedoch Seite 33 ganz besonders ans Herz legen.

Bevor ich Ihnen nun ganz viel Spaß beim Lesen wünsche, möchte ich mich im Namen

des gesamten Herzogteams bei Ihnen dafür entschuldigen, dass es dieses Mal mit der Titelgeschichte leider nicht geklappt hat. Ich soll Ihnen auch ganz liebe Grüße von unserem Redaktionsleiter ausrichten, der gerade irgendwo im Süden in der Sonne liegt und genau wie ich und Sie verwirrt über diese Einleitung ist bzw. sein wird, wenn er sie nach seiner Rückkehr nach Jülich liest.

Zuletzt bleibt wohl noch anzumerken, dass das Loch in der Mitte dieses Herzogs, welches Sie inklusive dieses Heftes erworben haben, keineswegs ein Zeichen dafür ist, dass irgendetwas fehlt. Betrachten Sie es, schauen Sie hindurch und genießen den kulturellen Durchblick…

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit der siebten Ausgabe der Herzogs und hoffe, Sie bleiben uns treu.


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