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Alarm für Rehkitz, Hase und Co

Die Landwirte in der Kreisbauernschaft Düren setzen sich mit Alarmgeräten beim Grasschnitt für die Artenvielfalt ein.

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Rehkitze, die sich tief ins Gras ducken, können von Mähmaschinen leicht übersehen werden. Foto: NCIS from Pixabay
Rehkitze, die sich tief ins Gras ducken, können von Mähmaschinen leicht übersehen werden. Foto: NCIS from Pixabay
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„Ende April steht der erste Grasschnitt an und für die Landwirte geht es jetzt darum, Maßnahmen zum Schutz von Wildtieren zu ergreifen“, betont Erich Gussen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Düren „Denn tote Kitze in der Grassilage oder in der Heumahd sind ein Anblick, den kein Landwirt möchte“, sagt er ganz deutlich. Unfälle mit Wildtieren ließen sich durch gezielte Maßnahmen größtenteils vermeiden, zum Beispiel durch den Einsatz eines Wildretters, einem Alarmgerät, das die Tiere beim Grasschneiden aufscheucht.

Der Vorsitzender der Kreisbauernschaft Erich Gussen. Foto: rlv
Der Vorsitzender der Kreisbauernschaft Erich Gussen. Foto: rlv

„Zahlreiche Landwirte setzen diese Wildretter ein, um Rehkitze, Hasen und Co. zu schützen“, so der Vorsitzende. Und so funktioniert es: Das Alarmgerät wird vorne am Trecker befestigt. Der Wildretter sendet 5 ha weit einen durchdringenden Alarmton mit 105 dB Schalldruck aus. Rehkitze, Hasen und andere Wildtiere werden gewarnt, dass Gefahr im Verzug ist, und bringen sich in Sicherheit. Eine Anbauleitung gibt es unter https://www.rlv.de/mitglieder/wildretter-bauen/.

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Für Landwirte liegt der Vorteil des Wildretters auf der Hand: Es ist nicht nur furchtbar, die Tiere unbeabsichtigt zu verletzen, sondern es verunreinigt auch die Silage. Gerettet werden durch das Alarmgerät fast alle Hasen und Kaninchen ab einem Alter von drei Monaten, erwachsene Fasane, Rehkitze ab dem Alter von etwa drei Wochen und jedes erwachsene Wild.

Es gibt viele Möglichkeiten, das Wild, wie Rehkitze und Hasen, die jetzt ihre Junge aufziehen, vor dem „Mähtod“ zu schützen. „Bauern gehen die Fläche vor der Mahd ab und mähen von innen nach außen, um den Wildtieren einen Fluchtweg zu bieten. Zahlreiche Landwirte verwenden bereits so genannte Wildretter“, hebt Gussen. hervor. Wichtig ist auch die gute Zusammenarbeit von Jägern und Landwirten. Auch Drohnen, die mithilfe von Wärmebildkameras Rehkitze aufspüren, werden eingesetzt.

Landwirte setzen sich mit Herz und Technik für die Artenvielfalt ein. Ob durch Blühstreifen als insektenreiche Nahrungsspender, durch Brachen als Brutstätten oder blühende Zwischenfrüchte. Auch mit dem Einsatz von Wildrettern leisten die rheinischen Bauern einen enormen Beitrag zur Biodiversität.


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