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„Es ist sehr wichtig, die richtigen Partner zu haben“

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Wohle der Menschen: Antonios Antoniadis, Vize-Ministerpräsident sowie Minister für Gesundheit und Soziales, Raumordnung und Wohnungswesen der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) Belgiens, verschaffte sich jetzt am FH-Campus Jülich ein Bild davon, wie praxisnahe und anwendungsorientierte Lehre und Forschung an der FH Aachen aussieht. Gemeinsam mit Wissenschaftler:innen der Fachbereiche Energietechnik sowie Chemie und Biotechnologie tauschte er sich zu den Themen Nachhaltigkeit, Energieversorgung und Ressourceneffizienz aus.

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(Minister Antoniadis im Labor Bioverfahrenstechnik, Foto: FH Aachen / Arnd Gottschalk
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„Es ist sehr wichtig, die richtigen Partner zu haben“, sagte Antoniadis, die FH sei ein Partner, der die Belange der Region gut kenne. Er betonte, die DG habe in den vergangenen Jahren neue Zuständigkeiten innerhalb des belgischen Staates gewonnen, die die Gemeinschaft vor Herausforderungen stellten. Um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, werde etwa ein Energie- und Klimaplan aufgestellt, in dessen Rahmen Energieeffizienzmaßnahmen im kommunalen und privaten Sektor gefördert würden. Als weitere Aufgaben nannte er die integrierte Energieplanung für Gewerbegebiete sowie die energetische Nutzung von Grünabfällen.

Der Prorektor für Forschung, Innovation und Transfer der FH Aachen, Prof. Dr. Thomas Ritz, unterstrich den Anspruch der Hochschule, regionaler Innovationsdienstleister zu sein. Er verwies auf die Forschungsschwerpunkte nachhaltiges Bauen, Mobilität, Energie und Digitalisierung; als Beispiele für die regionale Bedeutung nannte er das Projekt Grüne Talachse Stolberg sowie die hohe Zahl an FH-Absolventinnen und Absolventen, die in den kleinen und mittleren Unternehmen der Region mit ihrem anwendungsorientierten Wissen für Mehrwert sorgen.

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Woran am Campus Jülich der FH Aachen konkret geforscht wird, präsentierten die Wissenschaftsteams bei einem Rundgang durch die Labore. Prof. Dr. Nils Tippkötter zeigte mit seinem Team, welche Ansätze aus der Bioverfahrenstechnik heraus entwickelt werden, um etwa Wasserstoff aus Gräsern und Grünabfällen zu erzeugen. In eine ähnliche Richtung geht die Forschungsarbeit des Instituts NOWUM-Energy: Prof. Dr. Isabel Kuperjans und Dr. Simone Krafft erläuterten, dass ein Verfahren zur Biogasgewinnung in die Produktionskette der regionalen Papierindustrie eingebettet werden kann, um nachhaltiger zu wirtschaften und die Betriebskosten zu senken. Am Solar-Institut Jülich (SIJ) unter der Leitung von Prof. Dr. Ulf Herrmann werden Verfahren entwickelt, um das Energiemanagement in Quartieren zu optimieren und um Strom aus erneuerbaren Energiequellen zwischenzuspeichern. Auf dieser Grundlage sollen nun Potenziale für grenzüberschreitende Zusammenarbeit identifiziert werden.


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