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Foto: MichaelGaida / pixabay
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Mit der Stellungnahme der Jülicher Verwaltung zur geplanten Revierbahn West hatte sich die Politik nicht direkt zufrieden gezeigt. Darin war vorgesehen, sich für die direkte Trassenvariante LR1_S_2 auszusprechen. Bei Einbringung des Beschlusses wurde daher von Seiten der CDU und UWG JÜL Beratungsbedarf angemeldet. Dieser hatte sich auch in der darauf folgenden Diskussion abgezeichnet: Einig schienen die Fraktionen – auch innerhalb der Parteien – sich nicht zu sein.

Der letztlich im Stadtrat eingebrachte Antrag kam von der „Regierungskoalition“: Einerseits wurde darin beantragt, die „schnelle“ Trassenvariante LR1_S_2 sowie die LR1_R_2, die über die ehemalige Kreisbahntrasse führt, als gleichrangig bevorzugt zu melden. Andererseits sollte sich die Stadt Jülich dafür aussprechen, die Einrichtung eines Haltepunktes und eines Park-and-Ride-Parkplatzes im Bereich Kirchberg / Bourheim zu prüfen und mitzuplanen. Bürgermeister Axel Fuchs sah darin einen Kompromiss zwischen den in vorherigen Ausschuss-Sitzungen definierten Fokuspunkten „Schnelligkeit“ und „Regionalität“ aus.

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„Das ist nicht der Kompromissvorschlag“, stellte Christine Klein (Die Grünen) deutlich fest. Es sei der Vorschlag von Heinz Frey (UWG JÜL), dessen Liste sich im Vorfeld ausdrücklich für die Anbindung der Dörfer ausgesprochen und der auch im Wortbeitrag davor davon gesprochen hatte, sich eine neue Trasse nicht vorstellen zu können. Sie bemängelte fehlende Kompromissbereitschaft in der interfraktionellen Absprache. Dass man nicht einig geworden war, wurde auch im folgenden Wortbeitrag deutlich: Harald Garding (SPD) betonte erneut, dass eine Chance für die Bahn nur existieren könne, wenn sie schnell sei. Sonst sei sie nicht wirtschaftlich. Auch wenn Regionalität wünschenswert sei, so müsse bedacht werden, dass auch Güterverkehr über die Gleise fahren solle, was etwa Lärmschutzwände mit sich bringe. Außerdem lebten in Koslar viele Menschen, die bei der Dorf-Variante „die Bahn im Wohnzimmer“ hätten. Problematisch fand er zusätzlich, sich nicht auf einen Vorschlag einigen zu können – insbesondere da die beiden Varianten sehr weit auseinander lägen. Auch die CDU schien trotz mitgetragenem Antrag mit dem Thema noch nicht abgeschlossen zu haben und beantragte eine Sitzungsunterbrechung.

Dass der Rat zu diesem Thema gespalten war, zeigte sich schließlich auch im Abstimmungsergebnis. Bei 16 Stimmen dafür zu 13 Gegenstimmen und drei Enthaltungen wurde der Trassenvorschlag knapp angenommen. Für den Vorschlag des Park-and-Ride-Parkplatzes sowie Haltepunktes fand sich hingegen eine deutliche Mehrheit.

Die übergeordnete Entscheidung im Kreistag war bereits eine Woche vor der Sitzung gefallen. Der Kreis Düren sprach sich aufgrund mehrheitlicher Präferenz der Kommunen für die „schnelle“ Variante LR_1_S_2 aus.

Zum Kommentar Viel Lärm um nichts

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