Geleitet wird die Einrichtung von Alina Lucas und Svenja Stiel. Die beiden qualifizierten Kindertagespflegepersonen betreuen dort bis zu neun Kinder im Alter von null bis drei Jahren und schaffen damit zusätzliche Plätze für die frühkindliche Betreuung, insgesamt sind es aktuell neun an der Zahl.
Die Idee zur eigenen Tagespflege entstand nicht zufällig. Beide kennen sich seit vielen Jahren und teilen ähnliche Erfahrungen und Werte. „Wir haben gesagt, wir müssen da etwas machen“, erklärt Alina Lucas. Ausschlaggebend seien unter anderem persönliche Erlebnisse sowie der hohe Bedarf an Betreuungsplätzen gewesen.
Vor allem für Kinder unter drei Jahren gibt es aktuell nur wenige Betreuungsplätze, so die beiden Frauen. „Der Bedarf ist einfach da, weil wir zu wenig U3-Plätze haben“, sagt Lucas. Viele Familien stünden vor dem Problem, keinen passenden Platz zu finden – ein Umstand, den die beiden mit ihrem Angebot verbessern möchten. Mit ihrer Großtagespflege wollen sie bewusst eine Alternative zu klassischen Einrichtungen schaffen. In kleinen Gruppen sollen sich die Kinder individuell entwickeln können. „Unsere Kinder sind nicht überfordert – sie wachsen in einem familiären Umfeld auf“, erklärt Alina. Im Gegensatz zu großen Kindertagesstätten setzen die „Kleinen Glühwürmchen“ auf eine überschaubare Gruppengröße und eine konstante Betreuung. Insgesamt stehen 108 Quadratmeter zur Verfügung, darunter ein Spielbereich mit Bewegungsangeboten, ein Schlafraum sowie eine Küche mit Essbereich. Ein besonderer Fokus liegt auf Bewegung, Musik und Natur. „Alles, was mit Singen, Tanzen, Sprache und Bewegung zu tun hat, möchten wir fördern“, erklärt Alina. Auch Aktivitäten außerhalb der Räumlichkeiten sind fester Bestandteil des Konzepts: Spielplätze in der Umgebung, Ausflüge oder kleine Picknicks gehören zum Alltag.

Der Name „Kleine Glühwürmchen“ ist dabei bewusst gewählt: „Glühwürmchen leuchten und strahlen – so sehen wir auch die Kinder.“ sagt Alina
Beide Tagesmütter haben bereits einen umfangreichen Qualifizierungskurs absolviert und bilden sich berufsbegleitend weiter fort. Auch nach der Eröffnung bleibt Weiterbildung ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. Zudem planen sie, künftig zusätzliche Qualifikationen im Bereich Inklusion zu erwerben, um auch Kinder mit besonderem Förderbedarf betreuen zu können. Die Nachfrage ist bereits groß: Für das erste Jahr sind alle Plätze vergeben. Interessierte Eltern können ihre Kinder jedoch auf eine Warteliste setzen lassen. Ab August 2027 könnten wieder Plätze frei werden, abhängig davon, wie viele Kinder in den Kindergarten wechseln.
Mit ihrem Angebot möchten Alina Lucas und Svenja Stiel vor allem eines schaffen: einen Ort, an dem Kinder in ruhiger, persönlicher Atmosphäre aufwachsen können. „Ohne Stress und mit der Möglichkeit, sich altersgerecht zu entwickeln“, fasst Lucas zusammen.



















