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Tradition wird in Jülich fortgeführt

Als Konkurrenz zum Toom-Markt sehe er den Baufachhandel Bauen+Leben Kurtz nicht, betont Geschäftsführer Andreas Kurtz anlässlich des Spatenstiches zum neuen Standort. Immerhin entsteht der Neubau direkt neben besagtem Baumarkt mit der Adresse „Am Klingerpützchen 1“.

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Spatenstich am Klingerpützchen. Fotos: Arne Schenk
Spatenstich am Klingerpützchen. Fotos: Arne Schenk
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Er sehe das Projekt eher als Ergänzung, unterstreicht Kurtz, so dass an diesem Ort eine Art Komplettprogramm entstehen würde. Zumal es genügend Beispiele gebe, wo ein Baufachhandel neben einem Baumarkt gut existieren könne und beide erfolgreich sind. In diesem Zusammenhang will Bauen+Leben Kurtz für die Zukunft innovative Ideen umsetzen.

So ist geplant, auf einer bebauten und genutzten Fläche von rund 15.000 Quadratmetern (Gesamtfläche des Grundstücks sind 19.200 Quadratmetern) eine Lagerhalle von 2.100 Quadratmetern, ein Außenlager von 2.800 Quadratmetern, eine Verkaufs- und Ausstellungsfläche mit Fachmarkt, Fliesen- und Bauelemente-Ausstellung von 900 Quadratmetern sowie eine Outdoor-Gartenausstellung von 300 Quadratmetern, die durchgängig geöffnet ist, zu errichten.

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Die Ausstellung wird mit digitalen Verkaufshilfen ausgestattet, dazu gibt es „Beton-to-go“, so dass Handwerker und Privatkunden fertig gemischten Beton mitnehmen können. Zudem soll es einen 24-Stunden-Abholservice geben. Eine öffentliche Elektrotankstelle gehört zudem zum Angebot. Ansonsten umfasst das Sortiment die Gewerke GaLa-Bau, Hochbau, Trockenbau, Putz und WDVS, Fliesen sowie Bauelemente. Alle 27 Jülicher der insgesamt 38 Mitarbeiter sollen auch am neuen Standort eingesetzt werden, darüber hinaus sollen zusätzliche Kräfte beschäftigt werden. Die übrigen Standorte in Düren und Inden bleiben gleichzeitig erhalten.

Ende der 60er Jahre habe sein Vater entschieden, von der Grünstraße, jetzt „An der Synagoge“, in die Ellbachstraße umzuziehen, wo anschließend fünf Jahrzehnte erfolgreich der Baustoffhandel betrieben wurde, erklärt Andreas Kurtz. Im Nachhinein könne er sagen, dass dies eine gute Entscheidung und Standortwahl gewesen sei. Zudem sei er davon überzeugt, dass auch die neue Wahl für die kommenden Jahrzehnte von Erfolg gekrönt wird.

Foto: Arne Schenk
Foto: Arne Schenk
Das erste Gespräch mit der Stadt Jülich habe Kurtz im Juli 2012 geführt und dann mit einer anderthalb Jahre dauernden Genehmigungsphase bis zum Bauanfang gerechnet. Als die Phase immer länger dauerte, habe seine Frau mit ihm gewettet: „Vor 2020 wird das nichts.“ Nun zeigte sich Andreas Kurtz darüber erfreut, dass er doch gewonnen hätte. Allerdings bat er die an dem Vorhaben neben der Sparkasse Düren Beteiligten, die Bauunternehmung Lamers und Andreas Huber vom Planungsbüro Dornmann + Partner, künftig das Wort „Verzögerung“ aus dem Wortschatz zu streichen, damit das Bauunternehmen pünktlich im Sommer 2019 fertig sei.

Im deutschen Planungs- und Baurecht sei es eben so, dass es solche Verzögerungen gibt, betont Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs, selber seit Herbst 2015 im Amt: „Wir haben jetzt wirklich Gas gegeben, weil uns dieses Projekt wichtig ist.“ Dabei sei die Stadt der Familie Kurtz sehr dankbar, dass sie diese Tradition in Jülich weiter fortführt. Wenn eine Firma käme und wolle in der Herzogstadt innovative Ideen leben, dann würde das von der Stadtverwaltung sehr begrüßt. Zudem wies Fuchs darauf hin, dass schräg gegenüber auf der Merscher Höhe mit dem Brainergy-Park ein einzigartiges Gewerbegebiet als „ganz ganz tolle Ergänzung“ entstehen soll: „Drüben wird geforscht und gebaut, und hier wird gekauft.“

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