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Zuckerrübenkampagne startet heute

Trotz später Aussaat haben sich die Rüben gut entwickelt. Erwartungen aber nur durchschnittlich.

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Zuckerfabrik Jülich. Foto: Archiv
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Heute startet die Zuckerrübenkampagne von Pfeifer & Langen im Werk Jülich. In den kommenden Monaten dreht sich wieder alles um die Herstellung von Zucker aus der heimischen Rübe. Aufgrund der begrenzten Lagerfähigkeit von Zuckerrüben wird die Produktion während der Kampagne rund um die Uhr laufen und voraussichtlich bis Ende Dezember dauern.

Das Unternehmen hat umfassende Maßnahmen zur Sicherung der Energieversorgung ergriffen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Ein höherer Millionenbetrag wurde in den Bau einer alternativen Brennstoffversorgung in Jülich investiert, um für den Fall einer Gasmangellage handlungsfähig zu bleiben. Um den Energieverbrauch zu reduzieren, hat die Zuckerfabrik darüber hinaus in den Wechsel des Verdampfers investiert und trägt damit dazu bei, in 2023 über alle Werke hinweg die CO2-Eimissonen um 150.000 Tonnen zu senken.

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Insgesamt erwartet das Unternehmen eine durchschnittliche Zuckerrübenernte in der Jülicher Börde. Das Frühjahr war geprägt von viel Feuchtigkeit und kühlen Temperaturen, so dass die Rüben später als üblich auf den Feldern ausgesät wurden. Die Zuckerrüben konnten die Verspätung teilweise aufholen und die Niederschläge der letzten Wochen nutzen, um zusätzlichen Rübenertragszuwachs zu erzielen. Spitzenerträge sind jedoch in diesem Jahr nicht realistisch. Der Zuckergehalt liegt aktuell niedriger als im fünfjährigen Durchschnitt, was auf den Mangel an Sonnenschein zurückzuführen ist. Ein sonniger Herbst könnte noch zu einer Verbesserung der Zuckergehalte führen.

Mit mehr als 270 Stammbeschäftigen und circa 50 weiteren Saisonkräften zählt die Zuckerfabrik zu den großen Arbeitgebern in Jülich. Von hier beliefert die Zuckerfabrik viele namhafte Hersteller der Süßwaren- und Lebensmittelindustrie in der Region mit Raffinade und Weißzucker. Zudem werden in der Veredelungsanlage zahlreiche Zuckerspezialitäten hergestellt und in Haushaltsgrößen abgepackt. Auch Futtermittel aus Rübenschnitzeln werden in der Zuckerfabrik Jülich gewonnen und an landwirtschaftliche Betriebe der Region vertrieben. Pfeifer & Langen ist es ein Anliegen, regional und nachhaltig zu produzieren.

Die Absicherung der kontinuierlichen Energieversorgung des Werks ist von entscheidender Bedeutung für den Zuckerhersteller, damit die Lebensmittelversorgung gewährleistet werden kann. Denn Rüben sind nicht lange lagerfähig und müssen während der Kampagne zügig verarbeitet werden. Da der Energiemarkt großen Schwankungen und Ausfallrisiken unterliegt, hat man am Standort Jülich eine bivalente Energieversorgung eingerichtet. Mit einem Brennstoffmix soll das Risiko einer Abhängigkeit von Gas gemindert werden. Darüber hinaus hat die Zuckerfabrik in Maßnahmen investiert, die zur Reduktion des Energieverbrauches beitragen.


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1 KOMMENTAR

  1. Der Schwerlastverkehr quer durch Jülich und der damit verbundene dauernde Lärm Tag und Nacht ist eine Zumutung! Zudem fahren viele LKW viel zu schnell. Die Stadt hat hier endlich aktiv zu werden.

    Zudem braucht es endlich ein Nachtfahrverbot für LKW, da Tempo 30, wie die Polizei in der Aachener Zeitung auch noch bestätigte, auf dem Von Schöfer Ring/Wiesenstr./Brunnenstr. niemals kontrolliert wird- mit der fragwürdigen Begründung, dass dieser Bereich kein Unfallschwerpunkt sei.

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