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Begleitung am Lebensende

Der Ambulante Caritas-Hospizdienst Düren startet im August einen neuen Hospizkurs zum Thema "Sterbende begleiten lernen". Dabei werden Ehrenamtliche für die Hospizarbeit qualifiziert. Jetzt kann sich zu Kennenlerngesprächen angemeldet werden.

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Foto: Dorothée Schenk
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Es gibt ein Wort, das so alltäglich ist, dass wir es nicht wichtig nehmen: Begleiten. „Der Begleitende hört, richtet nicht, hat Zeit, kann von sich selbst absehen, glaubt, dass ein jeder Mensch eine eigene, unverwechselbare Entwicklung durchmacht und darum auch seine eigene Geschwindigkeit hat“, umschreibt Sandra Breuer vom Ambulanten Caritas-Hospizdienst für den Kreis Düren die Bedeutung. Sie koordiniert mit ihrer Kollegin die engagierten Frauen und Männer, die sich aktiv Zeit für das besondere Ehrenamt der Sterbebegleitung nehmen und durch den Caritasverband dazu in den letzten Jahren vorbereitet wurden.

Sterbenden eine Stütze sein – kann ich das? „Mit dieser Frage haben sich sicherlich alle der bisher befähigten ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleiter zu Beginn ihrer Qualifizierung auseinandergesetzt“, so die Koordinatorin weiter. „Sowohl während der theoretischen und praktischen Befähigung in der Kursphase als auch in den psycho-sozialen Begleitungen schwerstkranker und sterbender Menschen verleitet diese Frage immer wieder zur Auseinandersetzung mit eigenen Vorstellungen von Sterben und Tod und Trauer.“ „Oft hören wir: ‚Ich bin dankbar für diese Erfahrungen! Sie haben mein eigenes Leben bereichert und werden für meine weitere Lebenszeit ein wichtiger Lebensinhalt bleiben‘ oder ‚das Ehrenamt im Caritas-Hospizdienst ist eine Herausforderung, aber auch eine erfüllende Aufgabe‘. Dies sind beispielhafte Aussagen ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über den eigenen Entwicklungsprozess im Rahmen ihrer Tätigkeit“, ergänzt Kollegin Tine Quast.

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Am Freitag, dem 11. August, startet der neue Kurs „Sterbende begleiten lernen“ in Düren. Innerhalb der rund 100 Unterrichtsstunden umfassenden Qualifizierung befähigt der Caritas-Hospizdienst eine Gruppe von zehn bis 14 interessierten Ehrenamtlichen für die Hospizarbeit. Neben fachlichen Themen rund um lebensverkürzende Erkrankung, Sterben und Tod, bietet der Kurs insbesondere psychosoziale und spirituelle Impulse, mit deren Hilfe eine eigene hospizliche Haltung entwickelt werden kann. Der kostenlose Kurs findet in vier Schulungsblöcken in der Seminarkapelle der Caritas in der Friedrichstraße in Düren statt und endet mit der offiziellen Übergabe der Zertifikate.

In einem ersten Kennenlerngespräch bringen Sandra Breuer und Kollegin Tine L. Quast das Konzept und die dazugehörige Terminplanung Interessierten gerne näher. Gesprächstermine können unter 02421 481-84 oder per E-Mail an [email protected] vereinbart werden.


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