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Viel Nachfrage nach „weißer Ware“

Caritas Düren-Jülich setzt sich erfolgreich gegen Energiearmut und für Nachhaltigkeit ein. Eine Bilanz der Sonderaktion.

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Das Kollegium aus der allgemeinen Sozialberatung Marcel Schlottbohm (li.) und Esther Rudolf sowie Fachbereichsleiter Carsten Düppengießer vor dem Modell des Kühlschrankes, den die berechtigten Personen erhielten. Foto: Carmen Schulz / Caritasverband Düren-Jülich
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Die 2023 neu geschaffene Energieberatungsstelle der Caritas Düren-Jülich konnte im vergangenen Jahr über 150 sozial benachteiligten Menschen die Anschaffung eines modernen und energieeffizienten Kühlschranks oder einer Waschmaschine ermöglichen. Insgesamt 90.000 Euro hatte der katholische Wohlfahrtsverband aus Mitteln des Stärkungspakts NRW dafür erhalten, 75.000 Euro von der Stadt Düren und 15.000 Euro von der Stadt Jülich.

Energieberater Marcel Schlottbohm und seine Kollegin, die Werksstudentin Esther Rudolf, – deren Stellen ebenfalls aus Stärkungspaktmitteln von den beiden Kommunen gefördert wurden – prüften in individuellen Beratungsgesprächen den Bedarf der Hilfesuchenden aus den beiden Kommunen.

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Bis zu 500 Euro erhielten Berechtigte als Zuschuss zu einem modernen und umweltfreundlichen Neugerät. Die Waschmaschinen oder Kühlschränke wurden dann über ortsansässige Elektrohändler ausgeliefert. Diese schlossen die Geräte auch an und sorgten für die fachgerechte Entsorgung der vorhandenen Altgeräte.

„Wir sind den beiden Kommunen und dem Land NRW sehr dankbar, dass wir dadurch Menschen, die aufgrund ihrer finanziellen Lage ohnehin stark von der Inflation und den immens gestiegenen Energiekosten betroffen sind, konkret helfen konnten“, erklärt Caritas-Fachbereichsleiter Carsten Düppengießer.

Die Betroffenen hätten häufig sehr alte Geräte, die durch ihren hohen Energieverbrauch hohe Kosten und eine schlechte Klimabilanz aufweisen würden. „Einige Hilfesuchende hatten auch gar kein Gerät oder das vorhandene war defekt“, ergänzt Schlottbohm. Für Menschen im Sozialleistungsbezug sei es dann häufig sehr schwer, ein adäquates Ersatzgerät zu erwerben. „Häufig werden dann gebrauchte Altgeräte beschafft“, so der Fachberater. „Diese bringen die Energiearmutsfalle quasi eingebaut mit und schaden zudem der Umwelt stark.“

„Das Landesprogramm ist ausgelaufen, neue Waschmaschinen und Kühlschränke können leider nicht mehr gefördert werden“, betont Düppengießer. Allerdings stehe die Allgemeine Sozialberatung mit ihren flankierenden Angeboten der Energie- und Einzelfallberatung allen Ratsuchenden aktuell weiterhin offen. Denn die Gefahr, in die Energiearmutsfalle zu laufen, sei für Menschen im Sozialleistungsbezug nach wie vor hoch. Die Beratungsstelle der Caritas in der Kurfürstenstraße 10 – 12 ist montags bis donnerstags geöffnet und für Ratsuchende kostenfrei.


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