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Vielfältige Betrugsmaschen

Auf verschiedenste Art und Weise versuchen derzeit Betrüger gutgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen, teilweise mit Erfolg, wie die Polizei meldet.

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Archivbild Polizeiauto | Foto: Arno Bachert - stock.adobe.com
Archivbild Polizeiauto | Foto: Arno Bachert - stock.adobe.com
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So erhielt ein 65-Jähriger aus Niederzier am Donnerstag einen Anruf eines vermeintlichen Microsoftmitarbeiters. Nachdem der Anrufer das Vertrauen des Niederzierers gewonnen hatte, veranlasste er ihn dazu, für 100 Euro Gutscheine eines Onlinespiels zu kaufen und den Code dem Anrufer mitzuteilen. Damit sollte die Funktionalität des Onlinebankings getestet werden. Als dieser Trick erfolgreich war, sollten im nächsten Schritt Gutscheine im Wert von 900 Euro erworben werden. Angeblich gäbe es weitere Probleme mit der Verbindung zur Bank. Dies tat der Angerufene jedoch nicht mehr, stattdessen beendete er das Gespräch.

Mit einer ähnlichen Masche wurde ebenfalls letzten Donnerstag die Mitarbeiterin einer Tankstelle hinters Licht geführt. Hier meldete sich ein angeblicher Techniker per Telefon. Er tischte der Frau eine Geschichte auf, die sie letztlich dazu veranlasste, eine Vielzahl von Gutscheinen eines Onlinespiels auszudrucken und die Codes durchzugeben. Insgesamt entstand hier ein Schaden von 1050 Euro.

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Auch die Anrufe falscher Polizeibeamter bei Senioren reißen nicht ab. Bei den letzten gemeldeten Fällen waren die Anrufer weiblich. Die Vorgehensweise ist in allen Fällen ähnlich. Es wird von der Festnahme von Einbrechern berichtet und dass man der nächste auf einer Liste wäre. Die Angerufenen werden dabei oft über Stunden mit Anrufen traktiert. Bei den zuletzt bekannt gewordenen Fällen hielten die Seniorinnen den Versuchen jedoch stand und gaben keine Wertsachen
heraus.

Besonders perfide gestaltet sich ein Fall, der am Montag der Polizei bekannt wurden. Eine 88-Jährige aus Inden war über Wochen von einem Unbekannten angerufen worden. Dieser gab vor, mit dem vor Monaten verstorbenen Ehemann der Frau eine Vereinbarung gehabt zu haben, nach der er 4000 Euro bekommen sollte. Die Seniorin übergab dieses Geld schließlich.

Die Polizei rät: “Beenden Sie Gespräche sofort, wenn Sie am Telefon unter Druck gesetzt werden oder wenn Sie das Gefühl haben, dass die Geschichte, die Ihnen erzählt wird, merkwürdig ist oder Ihnen Angst vor vermeintlichen Einbrechern gemacht werden soll. Erzählen Sie Fremden am Telefon nichts über Ihre Vermögensverhältnisse. Übergeben Sie keine Wertsachen an vermeintliche Polizeibeamte. Vertrauen Sie sich Verwandten, Freunden oder Nachbarn an. Wenden Sie sich im Zweifel an den Notruf 110! Insbesondere zum Schutz unserer Senioren bitten wir: Sprechen Sie mit Ihren älteren Verwandten oder Nachbarn über diese Betrugsmaschen.”

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