„Gerade dieser kontinuierliche Entwicklungsprozess macht die Arbeit der Kita Villa Kunterbunt Jülich besonders bemerkenswert und unterstreicht ihr Engagement für eine hohe pädagogische Qualität“, lobt Nassim Navvabi Garakani. Was die Fachreferentin des Pratitätischen Wohlfahrtsverbande meint, ist eine Bescheinigung, die sich das Team der Kita in einem jahrelangen Prozess erarbeitet hat.
Angestoßen hat den dreieinhalbjährigen Prozess das ehemalige Leitungsteam, Kristina Dederichs und Anna Radchenko, erarbeitet wurden die vielen Einzelschritte vom gesamten Team. Dazu gab unter anderem es mehrere Konzeptionstage, an denen konzentriert an der Weiterentwicklung der Kita-Qualität gearbeitet wurde. Die Mühe hat sich gelohnt: Nun erhielt die Villa Kunterbunt die entsprechende Urkunde zum verbandsinternen Qualitätssystem PQ-Sys KiQ. Hinter dem kokmplizierten Markennamen verbirgt sich „ein Instrument zur Selbstevaluation und Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung. Ziel ist es, pädagogische Prozesse systematisch zu reflektieren, weiterzuentwickeln und an aktuelle fachliche sowie gesetzliche Anforderungen anzupassen“, erläutert Navvabi Garakani.
Die Voraussetzung für eine solche „Auszeichnung“, die eigentlich keine ist, wie die Referentin betont, gliedert sich in neun verschiedene Module. Diese sind zum Beispiel: Leitbild, Kinderechte, Partizipation, Kinderschutz und Zusammenarbeit mit den Eltern. Darüber hinaus basieren die Richtlinien auf den Bildungsgrundsätzen des Landes Nordrhein-Westfalen, welche darauf abzielen, das Kind mit seinen individuellen Potenzialen zu fokussieren und die Neugierde und Lernfreude des Kindes zu stärken. Unter anderem sollen vor allem die Bereiche Bewegung, Körper, Sprache und Kommunikation, Naturwissenschaften, Ökologie, Mathematik und Musik gefördert werden. Damit die Vorgaben erfüllt werden, hat die Villa zum Beispiel verschiedene Räume für vielfältige Aktivitäten umgestaltet und eine Kinder-Versammlung ins Leben gerufen, bei der die Kinder selbst Wünsche und Ideen mit einbringen können. Nun geht die Konzeptarbeit gleichzeitig mit dem Qualitätsmanagement einher.
Die Herausforderungen für das Kitapersonal lagen laut dem neuen Leiter der Einrichtung, Lukas Eisen, vor allem darin, einige ihrer eigenen Vorgehens- und Verhaltensweisen zu überarbeiten und sich an die neuen Veränderungen der Räume zu gewöhnen: „In den Gruppen wohnen ja nicht nur die Kinder, sondern auch wir“, erklärt er lächelnd. Anfangs sei der Prozess ein bisschen schwierig gewesen, allerdings geriet er mit jedem Schritt, den das Team erreichte, dann mehr ins Laufen. Eine Schwierigkeit lag auch im damit einhergehenden zusätzlichen „Papierkram“, schmunzelt Eisen. Mit jeder neu entdeckten Chance für die pädagogische Arbeit entwickelte sich immer mehr Akzeptanz und Motivation bei allen Mitarbeitenden für den Prozess.
Die Villa Kunterbunt ist ebenfalls einer der Kindergärten, die sich am Projekt der “Minischule” der Nordschule beteiligen. Das Projekt soll dazu beitragen, die Übergangsphase für die Kinder ruhiger und angenehmer zu gestalten. Sie können im Voraus einige Erfahrungen sammeln, wie das Lehrpersonal, die Schule, weitere Kinder und den Schulalltag kennenlernen.



















