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StadtRäume „machen“ Kino

Im Rahmen von „StadtRäume“ hat der Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. Filme der 1920er- und frühen 30er-Jahre ausgesucht, die im Kino im Kulturbahnhof gezeigt werden.

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© Ein Film aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung. www.murnau-stiftung.de in Wiesbaden.
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„Neben dem Neuen Deutschen Film prägt das Kino der Weimarer Republik bis heute die internationale Wahrnehmung des deutschen Filmschaffens. Denn die erste deutsche Demokratie, die nach Ende des Ersten Weltkriegs das Wilhelminische Kaiserreich ablöste, zeitigte trotz und wegen wirtschaftlicher, politischer und sozialer Krisen die Etablierung des Mediums Film als gesellschaftlich bedeutende Kunstform. So fanden überdurchschnittlich viele deutsche Produktionen aus diesem oft zum ,Goldenen Zeitalter’; der Kinematographie stilisierten Zeitraum Eingang in den Kanon der internationalen Filmgeschichte.“ So beschreibt das filmportal.de die Bedeutung des Films in der Weimarer Republik. Das Projekt „StadtRäume“ widmet sich der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen von 1918 bis 1939. Das multinationale Projekt „StadtRäume“ („UrbanSpaces“) widmet sich dieser spannenden Epoche. Hierzu haben sich acht europäische Städte zusammengeschlossen – eine von ihnen ist Jülich. In diesem Zusammenhang werden im Jülicher Kulturbahnhof ausgewählte Filme dieser Zeit gezeigt.

Den Start macht am Sonntag, 1. Oktober, um 14 Uhr der legendäre Stummfilmklassiker von Fritz Lang: Metropolis aus dem Jahr 1927. Erzählt wird von futuristischen Stadt „Metropolis“, deren Erbauer, Joh Fredersen, sämtliche Fäden in der Hand hält und damit die absolute Kontrolle ausübt.

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In „Berlin. Die Sinfonie der Großstadt“ wird am Donnerstag, 5. Oktober, ab 20 Uhr, ein Tag im Leben der Stadt gezeigt: Von den leeren Straßen am Morgen über die Hektik des Tages bis zu den Vergnügungen des Abends. Der Film erzählt von Arbeitern, Angestellten und Schulkindern, Kommerzienräten, Mannequins und Bettlern. Von Autos, Straßenbahnen und D-Zügen, Liebe, Hochzeit und Tod, Schlachthof, Wannsee und Zoo. Vom Rhythmus der Großstadt mit all ihren Kontrasten. Der Film ist absolut Avantgarde der Filmkunst.

Legendär ist ebenfalls der Klassiker von Friedrich Wilhelm Murnau: „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ ist am Donnerstag, 2. November, ab 20 Uhr auf der Leinwand im Kulturbahnhof zu sehen. Bei seinem Erscheinen wurde der Film ein finanzielles Fiasko, das die Produktionsfirma in den Ruin trieb. Der Film sollte nach einem Urheberrechtsstreit 1925 vernichtet werden, überlebte aber in unzähligen Schnittversionen. Heute gilt er nicht nur als Klassiker des Horrorfilms, sondern ganz allgemein als eine Ikone der Stummfilmzeit.


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