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Es ist angerichtet

Zum Richtfest hatte die Brainergy Park GmbH mit ihren Akteuren - den Geschäftsführern, Bürgermeistern aus Jülich, Titz und Niederzier – eingeladen. NRW-Minister Andreas Pinkwart war der Einladung gefolgt und nahm dies zum Anlass, seine Reviertour in Jülich zu starten.

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Vor allem auch ein Ort der Begegnung und des Austauschs soll der Brainergy Park rund um den „Starter“ werden. Das war zum Richtfest des ersten Gebäudes des geplanten Vorzeige-Ideen-und-Gewerbeparkes immer wieder zu hören, der nahezu bei keiner Erwähnung ohne das Adjektiv „innovativ“ auskommt. Schließlich sollen sich hier Forschungs- und Wirtschaftsunternehmen die Hand geben, die sich bevorzugt mit dem Energie- und Strukturwandel beschäftigen.

„Hier wird Zukunft gemacht – das ist einfach herausragend“, sagte Minister Andreas Pinkwart auch und zeigte sich sehr angetan von der Begeisterung, mit der vor Ort das Projekt umgesetzt werde. Dieses Lob richtete sich besonders an die Architektin Franziska Faßbender, die den Minister durch den Rohbau führte, die einzelne Pläne für die 1755 Quadratmeter große Fläche mit den flexiblen Büroräumen und vor allem auch großzügigen Flächen für Kommunikation und Austausch erläutert hatte. Von Frauenpower sprach der Minister angesichts der Erkenntnis, dass als Städtebauerin Hanna Jeworowski mit Faßbender und Dirk Kotzurek als Projektleiter der ausführenden Firma Valeres diesen Bau mit verantwortet. Großes Staunen signalisierte Pinkwart, dass nur drei Monate bis zum Richtfest vergangen seien. „Das ist genau die Dynamik, die sich die Bürgermeister und Bürger dieser drei Kommunen wünschen, dass wir voran kommen – und auch nachhaltig sind.“ Der geplante „Starter“ soll hohe Ansprüche an Klimaneutralität und Nachhaltigkeit erfüllen.

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65 Prozent der Flächen seien bereits vermarktet, hatte beim Gang durch den Rohbau Geschäftsführer Bernhard Hoffschmidt Minister Pinkwart erzählt, der diesem dafür einige Respekt zollte. Wasserstoff spiele eine große Rolle, das Wasserstoffzentrum käme zum Braingery Park und das Forschungszentrum Jülich habe schon großes Interesse bekundet, führte Hoffschmidt aus: „Am liebsten würden sie schon im Juli mit 110 Leuten hierher kommen“, strahlte er sichtlich zufrieden.

Dieser Bau, sagte Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs in seinem Grußwort, widerlege alle, die behaupten würden, dass noch „kein Schraubenzieher“ bewegt worden sei mit den gewährten Strukturwandel-Fördermitteln. Der Ärger über die Kritiker war Fuchs anzuhören, denn viele Jahre seien der Region „gestohlen“ worden durch den vorgezogenen Braunkohleausstieg, den er nicht kritisieren wolle, aber „vor diesem Hintergrund sind wir nicht langsam, sondern sehr schnell.“ Gelungen wäre dies, weil man so gut in Land, Bund und Kommunen zusammen arbeite. „Wir müssen jetzt positive Signale senden an die kommenden Generationen im Revier mit der Aussage: Es geht voran! Hier ist die Perspektive! Hier kann der Mensch mit dem weißen Kittel arbeiten, aber auch der mit dem Blaumann.“

Das wachsende Gebäude bezeichnete Niederziers Bürgermeister Frank Rombey als „Meilenstein, weil es den Wandel sichtbar macht.“ Er implizierte, dass der Neubau eine Antwort auf die drängenden Fragen der Menschen mit ihren Zukunftssorgen sei.

 

Nor Melstøv entwarf „Die Drei Erneuerbare-Energie-Elemente“.

Visionär nahm der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen in seinem Grußwort die Gäste mit ins Jahr 2025. Dann stünden an diesem Platz 50 Gebäude – auch der Brainergy Hub –, viele Arbeitsplätze seien entwickelt worden und die Revierbahn wäre projektiert. Fahren soll sie mit Wasserstoffantrieb. Viel sei in den Kommunen Niederzier, Jülich und Titz in den vergangenen Jahren geleistet worden – trotz klammer Haushalte. „Insofern ist es ein schöner Tag, ein guter Tag, aber es muss auch ein Tag sein, an dem wir in die Zukunft schauen und identifizieren, was gut ist für die Region – und das hier ist gut für die Region.“

Als letzter Gratulant trat Bodo Middeldorf als neuer Geschäftsführer der Zukunftsagentur Rheinisches Revier ans Rednerpult und zollte für die Geschwindgkeit der Projektentwicklung Respekt aber „auch für das, was Sie für die Region insgesamt tun“. Der Starter sei ein Symbol, wie und dass der Strukturwandel in der Region gelingen könne. Es sei wichtig, dass die Menschen dadurch Vertrauen schöpften. Außerdem ist der ZRR erster Mieter im Starter: „Ich freue mich, zum ersten Mal meine neuen Räumlichkeiten besichtigen zu können“, sagte Middeldorf lachend.

„Wir freuen uns schon auf Sie, es wird nicht mehr lange dauern“, versprach Geschäftsführer Frank Drewes und lud gleich die Anwesenden für Januar 2022 zur nächsten Feier ein. Dann soll die Einweihung stattfinden.

Aus Anlass des Richtfestes hatte die Brainergy Park GmbH von Nor Melstøv das Werk „Die Drei Erneuerbare-Energie-Elemente“ umsetzen lassen, das das Logo des Unternehmens wiedergibt und vor allem in der Materialwahl und Umsetzung die Besonderheiten des Platzes und seine Zukunft zeigt. Als „Strippenzieher“ legten gemeinschaftlich die Bürgermeister mit dem Minister und der Geschäftsführung das Symbolbild frei.


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