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Gefeierte Joodemöhn Erika

Stimmungsvoll feierte die Historische Gesellschaft Lazarus Strohmanus ihr Tauffest, bei dem Erika Müller-Bong absolut im Mittelpunkt stand.

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Erika Müller-Bong ist Patin des Lazarus 2024. Foto: Dorothée Schenk
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Der Lazarus ist männlich und so ist auch die Historische Gesellschaft Lazarus Strohmanus geprägt. Erst zum zweiten Mal in ihrer bald 325-jährigen Geschichte hat sie eine Frau zur Patin und damit zur Nominierten für den Hexenturm-Orden erklärt: Erika Müller-Bong. Die Begeisterung war nicht nur spür-, sondern auch hörbar: Vor allem die Lucky Stars, die Tanzgruppe der KG Rursternchen, deren erste Vorsitzende die Geehrte ist, feierten ihre Frontfrau lautstark. Aber sie ist nicht nur bei den „Sternchen“ die Nummer 1, unverzichtbar ist sie auch für die Lazarus-Brüder. „Sie macht uns schick!“ formulierte es launig Präsident David Ningelgen. Sie schneidert die Kappen und Kittel für die Gesellschaft. „Eine Vorbildkarnevalistin und für das Ehrenamt“ nannte Ningelgen sie und verriet abseits des Protokolls, dass er seit der Bekanntgabe jeden Tag Lob für die Wahl bekommen habe.

Mit Amüsement verfolgte die versammelte Gemeinschaft im Kulturbahnhof, wie in der „Zeit des Genderns“, wie der Präsident meinte, die Lazarus-Gesellschaft keine adäquate Bezeichnung für eine Patin parat hatten. „Als Wilma Savelsberg Patin wurde, war ich noch nicht auf der Welt“, bekannte Ningelgen und in den Annalen gab es offenbar auch keinen Hinweis. So wurde die „PattühmIn“ wurde in den Raum geworfen aber auch die Bezeichnung „Patt-Möhn“ und „Göttches-Tant“. Letztlich sei die Bezeichnung aber auch nicht wichtig, wichtiger sei, dass man um die Funktion wisse. Eine pragmatische Lösung, denn es gehe um die Sache.

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Die „Pattühm“, oder in der Muttersproch Joodemöhn, schritt schließlich mit viel Applaus zur Tat und taufte „dä Mann“. Der kommt diesmal sehr feminin daher, geschminkt und mit einer Stupsnase, so dass die Anwesenden spontan den Klassiker anstimmten „Oh, wie bist Du schön!“ Gedöf wurde schließlich auf folgenden Namen: „mit Meisterbrief ausstaffierter treuer Wegbegleiter. Von vor den Toren der Stadt das Netz spinnender, leichtfüßiger, immer fleißiger und nie narzisstisch wirkender Tänzer. Stets waches, den (gelben) roten Faden nicht verlierendes und geduldig zuhörendes Sternchen. Zugleich Lehrer der Nähkünste und Schöpfer prächtigster Gewänder. Nächte durcharbeitend und feiernd die Geschicke lenkender, karnevalistische Armeen einkleidender, zierlicher und doch so großer, Lazarus Strohmanus Ericaceaeus

Bescheiden und bewegt dankte Erika Müller-Bong der Gesellschaft für die Ehrung, in die sie auch ihre „Sternchen“ mit eingeschlossen sehen wollte. Zur Historischen Gesellschaft meinte sie: „Ihr seid eine Gesellschaft, die einzigartig ist mit einem Vereinsleben, das sehr traditionell ist und das immer noch funktioniert. Dazu kann ich Euch nur beglückwünschen!“ „Axcelsus“ Fuchs, der als Vorjahres-Patthüm am Tulpensonntag die Laudatio auf die Joddemöhn Erika halten wird, gab seiner Freude Ausdruck: „Ich bin wirklich stolz, hier neben Dir stehen zu dürfen.“ Er bat die Anwesenden aber auch, ihm noch ein paar Anekdoten über die Geehrte zuzutragen: „Erika ist eine solch wichtige Person für den Karneval und wer von ihr noch etwas ganz Wichtiges und Lustiges weiß, der kann sich vertrauensvoll an mich wenden.“

Eingebettet war das Tauffest wie gewohnt in ein abwechslungsreiches Programm, das natürlich mit dem Absingen des Nationalliedes Lazarus Strohmanus startete. Besonders an diesem Abend war, dass die KG Bärmer Sandhasen nicht nur ihren Premierenbesuch bei der Historischen Gesellschaft absolvierte, sondern auch die „Ladys in Jeck“ noch vor der eigenen Sitzung ihren Tanz vor Publikum zeigte. Selbstverständlich mit dabei die Lucky Stars der KG Rursternchen, die Irland, „goldene“ Zeiten und am Schluss beim Gruppenbild noch einmal Erika Müller-Bong feierten. Musikalisch sorgten „de Heggete“ und „So!lala“ sowie Wolfgang Schiffer als Alleinunterhaltung für Stimmung. Launige Worte fand Oli, der Köbes, der mit spitzen Formulierungen und dem einen oder anderen halbseidenen Seitenhieb für einige Schenkelklopfer sorgte.

 


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