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Tourismus als Zukunftsvision

Das Rheinische Revier ist auf dem Weg, eine Freizeit- und Urlaubsregion zu werden. Spätestens wenn der Indesee vollständig gefüllt ist, sollen Gäste von nah und fern hier eine vielseitige Tourismus-Infrastruktur vorfinden. Damit dieses Zukunftsszenario wahr wird, braucht es allerdings noch einiges an Vorarbeit.

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Das könnte der baldige Indesee sein. Grafik: EwiG / HHVision
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Geleistet wird diese Vorarbeit auch vom „Innovationsnetzwerk Tourismus im Rheinischen Revier“, einem Förderprojekt, das seit Oktober 2019 Kommunen, Kreise, Institutionen und Verbände aus dem Rheinischen Revier in Sachen Tourismus zusammenbringt. Das Ziel: eine gemeinsame Vision und Positionierung. Dazu sollen bis April 2022 die Besonderheiten der Teilregion identifiziert und Leitlinien für die Tourismusentwicklung definiert werden. In drei Workshops wurden von August bis Oktober jetzt erste Zwischenergebnisse vorgestellt und diskutiert. Mitgewirkt daran hat auch der Anfang des Jahres gegründete Tourismus-Verein des indelandes, der sich intensiv in den touristischen Prozess in der Gesamtregion einbringt. „Die Entwicklung des Rheinischen Reviers und besonders natürlich der Indesee sind für die Tourismuswirtschaft im indeland eine höchst attraktive Perspektive“, sagt Sabine Spohrer, Geschäftsführerin des indeland Tourismus. „In der Region arbeiten wir deshalb bereits seit einiger Zeit am Aufbau neuer Strukturen und einer Vernetzung der unterschiedlichen Akteure. Das Ziel ist es, mit allen am Gespräch Beteiligten eine gemeinsame Vision für unsere Region auf den Weg zu bringen.“

In den Workshops zeigte sich, dass die Tourismuswirtschaft gegenüber anderen Themenfeldern des Strukturwandels aufgrund ihrer frühzeitigen Netzwerkbildung einen Vorsprung besitzt. Diesen wollen die Mitwirkenden nutzen, um im Rahmen einer abgestimmten infrastrukturellen Entwicklung touristische Leuchtturmprojekte in der Region zu schaffen. „Damit wollen wir zeigen, wie wir den Freizeit- und Erholungswert der Region künftig nachhaltig steigern können. Dabei soll das Erbe der Industriekultur ebenso eine Rolle spielen wie die Frage, mit welchen thematischen Schwerpunkten wir die Alleinstellungsmerkmale der einzelnen Teilregionen in Szene setzen“, so Spohrer. Geplant sind vielfältige Freizeitangebote sowohl für die Menschen im Rheinischen Revier als auch für Urlaubsgäste von nah und fern. „Wir freuen uns, dass sich eine so große Anzahl an Teilnehmern verteilt über das gesamte Rheinische Revier an den Workshops beteiligt hat und mit uns ins Gespräch gekommen ist“, sagte Philipp Glasenapp, Projektkoordinator des Innovationsnetzwerks Tourismus im Rheinischen Revier. Er kündigte an, dass im nächsten Jahr auch Gastgewerbe und Freizeitwirtschaft in die Arbeit des Netzwerks eingebunden werden.

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Hintergrund Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekts „Innovationsnetzwerk Tourismus im Rheinischen Revier“, haben sich Handelnde aus dem gesamten Rheinischen Revier erstmals zusammengeschlossen. Ziel ist, sich in den nächsten Jahren bei der Gestaltung der Nachfolgenutzung der Tagebaue und weiterer Betriebsgelände richtungsweisend einbringen zu können. An dem Projekt, das vom Rhein-Erft Tourismus koordiniert wird, sind neben dem indeland Tourismus weitere Mitwirkende aus dem Kreis Düren, dem Rhein-Kreis Neuss, dem Kreis Euskirchen, dem Kreis Heinsberg, dem Grünmetropole, der StädteRegion Aachen, der Stadt Mönchengladbach, dem Zweckverband LandFolge Garzweiler, der Strukturentwicklungsgesellschaft Hambach und der Zukunftsagentur Rheinisches Revier beteiligt. Gefördert wird das Projekt über die Regionalpartner Bezirksregierung Köln und Zukunftsagentur Rheinisches Revier durch das Programm „Unternehmen Revier“ des Bundeswirtschaftsministeriums.


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