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Polizei warnt vor Computerbetrug

Die Polizei warnt vor Computerbetrug, bei dem unter der Vorspiegelung der Virusentfernung persönliche Daten und Geld erbeutet werden. Sie gibt Hinweise zur Vermeidung der Masche und für Opfer des Betrugs.

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Foto: pixabay
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Die Masche ist nicht neu – dennoch haben Betrüger immer wieder Glück beim Ausspionieren privater Daten, teilt die Polizei anhand eines Beispiels mit.

Eine 46 Jahre alte Dürenerin bekam beim Versuch ihr E-Mail-Programm zu starten eine Fehlermeldung. Als sie den Web-Browser öffnete zeigte dieser eine Meldung, der PC sei von einem Virus befallen. Ebenfalls wurde eine Telefonnummer gezeigt, die man anrufen solle, um den Virus wieder loszuwerden.

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Die Frau wählte die Nummer und sprach mit einem Unbekannten, der sich innerhalb von Sekunden Zugriff zu ihrem Rechner verschaffte. Er steuerte die Maus und hatte Zugriff auf sämtliche Programme. Unter einem Vorwand verschaffte sich der Betrüger sogar Zugang zum Onlinebanking der Nutzerin. Von dort aus buchte er einen dreistelligen Betrag vom Konto der Betrogenen ab. Erst nach einer gewissen Zeit wurde der Dame klar, dass sie gerade betrogen wird. Sie beendete daraufhin das Gespräch sofort.

Betrüger setzen oft auf den Überraschungseffekt und nutzen die hilflose Situation ihrer Opfer aus.

Die Polizei rät daher, Fremden niemals die Zugangsdaten zum Computer zu geben, auch nicht zur Installation einer Fernwartungssoftware. Ebenso sollten private Daten wie Bankkonto- oder Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten (zum Beispiel PayPal) auf keinen Fall herausgegeben werden.

Wenn man Opfer eines Computerbetrugs geworden ist empfielt die Polizei, den Rechner vom Internet zu trennen und ihn herunterzufahren. Betroffene Passwörter sollten über einen nicht infizierten Rechner unverzüglich geändert werden. Im Anschluss sollte der Rechner zur Überprüfung und Löschung des Fernwartungsprogramms gegeben werden, auch sollte Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen aufgenommen werden, deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sind. Im Geldinstitut können Geschädigte beraten werden, ob bereits getätigte Zahlungen zurückgeholt werden können.

Hinweise zum Thema Computerbetrug bietet die Polizei auch unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/falsche-microsoft-mitarbeiter/ an.


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