Generalvikar Jan Nienkerke und Diözesancaritasdirektor Stephan Jentgens schreiben an die Kirchengemeinden im Bistum Aachen, das Erdbeben habe in Venezuela „eine ohnehin schwer belastete Bevölkerung in eine weitere humanitäre Notlage gestürzt“. Nach offiziellen Angaben seien bislang mehr als 3.340 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 15.400 Menschen wurden verletzt, 17.345 sind obdachlos. Zehntausende werden weiterhin vermisst.
Besonders betroffen sei die Küstenregion rund um Puerto Cabello, wo zahlreiche Häuser eingestürzt seien. Die Kommunikation sei durch Ausfälle von Telefon- und Internetverbindungen erheblich eingeschränkt und erschwere die Koordinierung der Hilfsmaßnahmen. Für die Menschen in Venezuela bedeute das Erdbeben eine Katastrophe in der Katastrophe, so Nienkerke und Jentgens. Und sie schreiben weiter: „Das Land leidet bereits seit Jahren unter einer schweren wirtschaftlichen und sozialen Krise. Millionen Menschen leben in Armut, sind von Ernährungsunsicherheit betroffen und haben nur eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung.“
Nun rufen sie die Gemeinden zu Sonderkollekten in den Gottesdiensten am Sonntag, 12. Juli, und die Caritas-Einrichtungen zu Spenden für die Menschen im Erdbebengebiet auf. Die Gelder werden über Caritas international in das Katastrophengebiet weitergeleitet. Zudem bitten Nienkerke und Jentgens die Gemeinden, in den Gottesdiensten in den Fürbitten für die Menschen in Venezuela zu beten.



















