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TTC Jülich: Die neue Saison beginnt

Die neue Saison in der 2. Tischtennis-Bundesliga hat für den TTC Indeland Jülich begonnen – und die Vorzeichen könnten anspruchsvoller kaum sein. Nach dem starken dritten Platz in der vergangenen Spielzeit will der TTC auch in dieser Saison die Klasse halten. Dabei setzt der Verein vor allem auf Kontinuität: Am Kader hat sich nur wenig verändert, während die Konkurrenz nach Einschätzung von Trainer Miroslav Broda sogar noch stärker geworden ist.

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Gemeinsam in die neue Saison: Die erste Mannschaft mit Trainer Miro Broda (hinten rechts) samt Sponsorenvertretern und Vereinspräsident. Foto: Oliver Garitz
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Die vergangene Saison hätte dabei kaum spannender sein können. In der 2. Tischtennis-Bundesliga lagen die Mannschaften teilweise so eng beieinander, dass es bis zum letzten Spieltag um die Platzierungen ging. Der TTC schloss die Saison schließlich auf einem starken dritten Tabellenplatz ab.

Am Kader für die neue Spielzeit hält der TTC weitgehend fest. Lediglich eine Position muss neu besetzt werden: Für den verletzungsbedingt ausfallenden Barry Berben rückt Mael van Dessel aus der zweiten Mannschaft in den Kader der ersten Mannschaft. Der Belgier hatte in der Regionalliga mit starken Ergebnissen überzeugt und bekommt nun seine Chance in der 2. Bundesliga.

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Einfacher dürfte die neue Saison allerdings nicht werden. Im Gegenteil: „Die Mannschaften haben sogar noch aufgerüstet“, sagt Trainer Broda. Während der TTC weitgehend auf sein bewährtes Team setzt, sieht er die Konkurrenz stärker als im vergangenen Jahr. Sein Saisonziel fällt deshalb bewusst vorsichtig aus: Klassenerhalt.

Denn auch die neue Abstiegsregelung macht die Saison zusätzlich spannend. Platz neun und zehn steigen weiterhin direkt ab, der Achte muss erstmals in die Relegation gegen die Zweitplatzierten der 3. Bundesliga Nord und Süd. Für den TTC wird es damit darum gehen, möglichst früh genügend Punkte für den Verbleib in der Liga zu sammeln.

Miroslav weiß allerdings auch um die Risiken im eigenen Kader. Mit nur vier Spielern ist der personelle Spielraum begrenzt. „Wenn da einer ausfällt, haben wir keine Kompensation“, erklärt der Trainer. Verletzungs- und krankheitsfrei durch die lange Saison zu kommen, wird deshalb ein wichtiger Faktor sein.

Auch abseits der Platte entwickelt sich der TTC weiter. Eine neue Website soll künftig einen einfacheren digitalen Zugang ermöglichen, ein neues Ticketsystem den Kartenkauf erleichtern. Die Spiele der ersten Mannschaft sind inzwischen zudem auf dem YouTube-Kanal des TTC Indeland Jülich zu sehen, ergänzt durch Highlights.

Auch der Fanshop soll stärker zur Identifikation mit dem Verein beitragen. Gemeinsam mit dem Radiosender familyFM wurde zudem das Tippspiel „Alle gegen Miro“ ins Leben gerufen.

Und der TTC ist längst mehr als seine erste Mannschaft. Mehr als 400 Mitglieder gehen in rund 30 Mannschaften an den Start – darunter 16 Jugend- und 14 Erwachsenenmannschaften. Eine zweite Damenmannschaft ist neu hinzugekommen, auch der Para-Bereich wächst weiter. Mit Lauren Devos stellt der Verein weiter die Nummer eins der Para-Weltrangliste.

Diese Breite ist für Präsident Mike Küven ein entscheidender Teil der Identität des Vereins: „So besonders macht den TTC die Breite.“ Profis, Amateure, Jugend, Breitensport und Inklusion unter einem Dach – genau diese Kombination sieht Küven als große Stärke des Vereins. Möglich sei das vor allem auch durch viele Ehrenamtliche und Eltern, die den Verein unterstützen.

Seit mittlerweile 50 Jahren besteht zudem die gemeinsame Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Jülich als Sponsor. Für den TTC ist das ein weiterer Baustein einer gewachsenen Struktur, die weit über den sportlichen Erfolg der ersten Mannschaft hinausgeht.

Sportlich ist der Start in die neue Saison mit einer Niederlage gegen Köln zwar missglückt. Doch die eigentliche Heimspielserie steht erst bevor. Dort soll sich zeigen, ob der TTC trotz stärkerer Konkurrenz erneut für positive Überraschungen sorgen kann. Wer es nicht verpassen will, hat am 4. Oktober die Chance, live in der Nordhalle dabei zu sein, wenn der TTC sein erstes Heimspiel der Saison gegen die TSG Kaiserslautern bestreitet.


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