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HERZOG - Titelstorys -

ICH WILL DOCH NUR SPIELEN

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Brett­spie­le

 

Warum spielt der Mensch? Die Grün­de sind sehr viel­fäl­tig. Spie­le­risch das stra­te­gi­sche Den­ken oder die Ge­schick­lich­keit zu för­dern, das Glück auf seine Seite zu zie­hen, den an­de­ren zu be­sie­gen, zum Zeit­ver­treib oder zur Un­ter­hal­tung in der Ge­sell­schaft.

Spie­len ge­hört zum Men­schen und ist ver­mut­lich eine der äl­tes­ten Kul­tur­tech­ni­ken. Das erste Spiel­brett wurde im Boden oder Sand skiz­ziert und mit Na­tur­ma­te­ria­len be­stückt. Lange bevor der homo sa­pi­ens spre­chen, lesen und schrei­ben konn­te, ent­wi­ckel­te er sich zum homo lu­dens, zum spie­len­den Men­schen. mehr…

HERZOG - ans Volk -

BRETTER

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Was ich noch sagen woll­te…

 

Manch­mal ist das ja so eine Sache mit den Bret­tern. Also mit denen aus Holz und all den an­de­ren. Ers­te­re sind per De­fi­ni­ti­on Schnitt­höl­zer mit min­des­tens acht und höchs­tens 40 Mil­li­me­tern Dicke und min­des­tens 80 Mil­li­me­tern Brei­te. Was di­cker ist, ist näm­lich eine Bohle, wenn nicht gar ein Kant­holz oder Bal­ken. Was dün­ner ist, ist eine Diele, Latte, Leis­te oder Fur­nier. Wenn ich mir jetzt mal mein Früh­stücks­brett so be­trach­te, er­füllt es diese Norm ir­gend­wie nicht – ob­wohl es ein­deu­tig Schnitt­holz ist und das gleich mehr­fach: Es wird schließ­lich die Schnit­te drauf ge­schnit­ten! Das Schach­brett kommt da schon eher hin – auch wenn ich da „k­ei­ne Schnit­te habe“. Ähn­li­ches gilt für mei­nen Ein­satz am Bü­gel­brett. Zum Glück gibt es noch an­de­re Spiel­bret­ter. Bei Mo­no­po­ly, Mensch-är­ge­re-Dich-nicht, Halma, Dame oder Mühle sieht meine Bilanz schon bes­ser aus. Auf­po­liert wird diese stets beim „Ma­le­fiz“-Spiel, bei dem tak­ti­sches Er­rich­ten von Bar­ri­ka­den auf dem Brett eher zum Sieg führt als stür­mi­sches Ins-Ziel-Bret­tern. „Ge­bret­tert“ mehr…

HERZOG - Menschen -

DER BRAVE JUNG

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hat kein Brett vor’m Kopf

 

Ich habe Guido Tir­tey schon lange ge­hört, bevor ich ihn erst­mals ge­se­hen habe. 2001, als ich stolz vor mei­nem noch ziem­lich un­fer­ti­gen Ei­gen­heim in Lich-Stein­strass stand, kam eine Har­ley Da­vid­son laut­stark früh­zei­tig be­merk­bar in meine klei­ne Stra­ße ge­fah­ren und hielt nach einer Ex­tra­run­de durch den Wen­de­kreis vor mei­nen Füßen. mehr…

HERZOG - Vereine -

DIE BRETTER, DIE DIE WELT BEDEUTEN

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Thea­ter­rei­he der Stadt Jü­lich / Kul­tur­bü­ro

 

Sehn wir doch das Große aller Zei­ten / Auf den Bret­tern, die die Welt be­deu­ten, / Sinn­voll still an uns vor­über­gehn. / Alles wie­der­holt sich nur im Leben, / Ewig jung ist nur die Phan­ta­sie;

Was sich nie und nir­gends hat be­ge­ben, / Das al­lein ver­al­tet nie!

1803 hat Fried­rich Schil­ler das Thea­ter mit die­sen Zei­len be­schrie­ben und damit eine in­ter­na­tio­na­le Re­de­wen­dung ge­schaf­fen. (the boards that means the world oder De Brä­der som fö­re­stäl­la värl­den).

 

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HERZOG - Geschichte/n -

GLAUBE UND MACHT

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Die Kir­chen­po­li­tik Her­zog Wil­helms V.

 

Ein zen­tra­les Feld der Po­li­tik in der Re­gie­rungs­zeit Wil­helms V. von Jü­lich-Kleve-Berg war die Frage nach der Re­li­gi­on. Mar­tin Luther hatte mit sei­nen be­rühm­ten 95 The­sen 1517 die Re­for­ma­ti­on aus­ge­löst, die zu einer tie­fen Spal­tung der Kir­che füh­ren soll­te. Schon der Vater Wil­helms V., Jo­hann III. (reg. 1521-1539), hatte mit um­fas­sen­den Maß­nah­men wie dem Er­lass ei­ge­ner Kir­chen­ord­nun­gen und der Vi­si­ta­ti­on der Geist­lich­keit auf die sich ab­zeich­nen­de Kir­chen­spal­tung rea­giert. mehr…

HERZOG - Geschichte/n -

DER HERZOG UND SEINE FESTUNG

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Tag des of­fe­nen Denk­mals

 

Unter dem Motto „Ge­mein­sam Denk­ma­le er­hal­ten“ fin­det der dies­jäh­ri­ge „Tag des of­fe­nen Denk­mals“ am 11. Sep­tem­ber statt. Auch das Mu­se­um Zi­ta­del­le Jü­lich be­tei­ligt sich mit einem um­fang­rei­chen Pro­gramm. Nüch­ter­ne Zah­len geben einen ers­ten Ein­druck über die im­po­san­te Fes­tung. mehr…

HERZOG - Kunst&Design -

HIGHJACKING IM FRONTLAPPEN

a Marina Sailer Gezeiten,2016, Mischtechnik auf Leinwand, 100x80cm

Ma­ri­na Sai­lers Zwi­schen­wel­ten

 

Nur zwei bis vier Pro­zent der In­for­ma­tio­nen,  die das Ge­hirn pro Se­kun­de ver­ar­bei­tet, wer­den in das Be­wusst­sein ge­las­sen. Die Aus­wahl, durch wen oder was auch immer, er­folgt nach Nütz­lich­keit, wie z.B. die Ori­en­tie­rung im Raum. Nun sind wir wohl alle schon ein­mal ver­liebt ge­we­sen und wis­sen: hef­ti­ge Emo­tio­nen ver­än­dern die Prio­ri­tä­ten, wir leben dann in einer Zwi­schen­welt. Das gibt sich wie­der, doch in der Kunst und spe­zi­ell im Sur­rea­lis­mus ist das Auf­wei­chen der Rea­li­täts­gren­zen Pro­gramm.  mehr…