Viele bunte Stände, gut gelaunte Menschen, angeregte Gespräche und über allem hing der Duft von frischgebackenen Waffeln und Crepes – auf den ersten Blick wurde rund um die Propsteikirche St. Mariae Himmelfahrt einfach ein fröhliches Volksfest gefeiert. Doch ein zweiter, genauerer Blick zeigte, dass es hier um nicht weniger als das demokratische Grundgerüst Deutschlands ging: Anlässlich des Tags des Grundgesetzes hatte das „Bündnis Jülich solidarisch“ zur Feier der Verfassung eingeladen.
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Auf den Boden geklebte Zitate rund um das Grundgesetz wiesen den Weg zu und zwischen den Ständen von unter anderem Volt, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, CDU, SPD, UWG Jül und Bündnis 90/Die Grünen. Vertreten waren aber auch der TTC indeland Jülich oder das Stammhaus und die Omas gegen Rechts. Das Jugendparlament und auch das Quartiersmanagement der Stadt beteiligten sich ebenfalls und rundeten gemeinsam mit vielen anderen Aktiven das Portfolio ab. Ziel war es, nicht nur den Jahrestag zu feiern, sondern vor allem darauf aufmerksam zu machen, warum dieser grundlegende Gesetzestext so wichtig ist.
Nicht eingeladen war die AfD-Fraktion, die sich einige hundert Meter entfernt ebenfalls mit einem Stand aufgebaut hatte. Während Aussteller und Besucher sich auf dem Kirchplatz darüber austauschten, welche Bedeutung dem Grundgesetz beikommt, sich politische Diskussionen ergaben und manchmal einfach „nur“ Alltägliches besprochen wurde, entwickelte sich zwischen den Ständen schon fast eine Art Tumult. In Afd-Farben gekleidete Menschen bedrängten einzelne Ausstellerinnen und Aktive mit Fragen, filmten und fotografierten währenddessen ungefragt.
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