Start Stadtteile Jülich Länder, Kulturen und Sprachen kennenlernen

Länder, Kulturen und Sprachen kennenlernen

Ganz dem olympischen Geist verpflichtet, der weiß "Dabeisein ist alles", sind Achtklässlerinnen vom MGJ zur Eurolympiade nach Düren gefahren. Sie haben nicht nur teilgenommen, sondern auch eigene Stationen erarbeitet. Dem HERZOG hat die Klasse von ihren Vorbereitungen erzählt.

0
0
TEILEN
In gemischten Teams haben die Jugendlichen ihr Europawissen getestet. Foto: MGJ / Carmen Pomareda
- Anzeige -

Europaschule ist das Mädchengymnasium Jülich schon lange: Im August 2008 ist das MGJ offiziell als solche zertifiziert worden. Mit einem jährlichen Europatag widmen sich die Schülerinnen dem Staatenbund in jedem Jahr. Jetzt wird in einer sogenannten Eurolympiade, an der eine Gruppe Achtklässlerinnen nun zum ersten Mal teilnimmt, das doch oft abstrakte Konstrukt auf eine neue Art lebendig. Ins Leben gerufen hat den spielerischen Wettbewerb das 2025 gegründete Netzwerk der Europaschulen im Kreis Düren. Neben dem MGJ sind das Burgau-Gymnasium Düren, die Europaschule Langerwehe und das Gymnasium am Wirteltor in Düren.

Gemeinsam mit Französisch-Lehrerin Carmen Pomareda hat sich die Klasse mit europäischen Themen auseinandergesetzt und eigene Stationen für den „sportlich gedachten“ Tag erarbeitet. Dem HERZOG haben die Achtklässlerinnen von ihren Vorbereitungen erzählt. „Wir haben Audios aufgenommen, mit verschiedenen Sprachen“, genauer: „Mit allen Sprachen, die wir hier in der Klasse sprechen“, beschreiben die Mädchen und zählen auf: Mit französischen, englischen, albanischen, türkischen, deutschen und russischen Beiträgen ist eine lange Liste zusammengekommen. Diese kurzen Sequenzen werden bei der Eurolympiade, zu der das Dürener Gymnasium am Wirteltor eingeladen hat, zu hören sein. Die Idee dazu: Die anderen Teams sollen sich die Aufnahmen anhören und müssen dann erraten, welche Sprache gesprochen wird.

- Anzeige -

Besonders gut gefällt den Teenagerinnen, dass „der Tag spielerisch gestaltet wird, man aber trotzdem was lernen kann“, so würde das Thema „viel spannender“, als wenn einfach nur Fakten aufgezählt würden. Fakten und Wissen haben sich die 14- bis 15-Jährigen im Vorfeld trotzdem angeeignet, einfach weil „der Plan zuerst etwas anders war“. Eigentlich sollten die anderen Teams Fahnen „erraten“, Hauptstädte erkennen und den richtigen Ländern zuordnen. Zwar wurde diese erste Idee verworfen, hängen geblieben sei aber einiges, ist sich die Klasse sicher.

Genaues Hinhören war gefragt. Foto: MGJ / Carmen Pomareda

„Man sollte schon in verschiedene Kulturen reinschauen und sie besser kennenlernen“, findet nicht nur die Lehrerin, sondern auch ihre Schülerinnen, von denen eine es genau so auf den Punkt bringt. Zu den verschiedenen Ländern und Kulturen gehören eben auch ihre Sprachen. Aus diesem Grund geht es auch an der zweiten Station, die das MGJ auf der Eurolympiade aufbauen wird, um ein „Laufdiktat“. Wessen Schulzeit schon etwas länger zurückliegt, dem sei gesagt, dass sich dahinter ein Text verbirgt, der gelesen und behalten werden muss. Und zwar so lange, bis eine vorgegebene Strecke bis zu einem vorbereiteten Blatt Papier gelaufen wurde. Dort wird dann alles aufgeschrieben, was sich die Teilnehmenden merken konnten. Die Schwierigkeit dabei: Der Text besteht ebenfalls aus Sätzen in allen Sprachen, die in der Klasse gesprochen werden. Sie hätten sich auf einfache Sätze beschränkt, verspricht die Lehrerin mit leichtem Grinsen, und eine Schülerin ergänzt: „Gerade Französisch mit den ganzen Accents kann ja nicht jeder.“

Dabei sein war alles, Sieger gab es trotzdem. Foto: MGJ / Carmen Pomareda

Während der Eurolympiade wird ganz im Sinne des Zusammenwachsens und gegenseitigen Kennenlernens in gemischten Teams gespielt – sprich: Schülerinnen und Schüler, die sich vorher nicht kannten, müssen gemeinsam Aufgaben lösen. Dazu werden Wettbewerbe gehören, in denen es um zeichnerische oder pantomimische Darstellungen geht. Neben unterschiedlichen Aufgaben, wie den aus Jülich mitgebrachten zum Thema Sprache, stehen Quizfragen zu Geografie, Musik und Sehenswürdigkeiten auf dem Tagesprogramm. Auch mit der Unterscheidung von Fakten und Fake News setzen sich die „Euro-Sportlerinnen“ vom MGJ gemeinsam mit Gleichaltrigen auseinander. In schulübergreifenden Teams gingen 12 Mannschaften an den Start, um sechs Quiz-Stationen zu den Bereichen Sprachen, Sehenswürdigkeiten, Fakten, Nachrichten, Geografie und Musik zu meistern. Vorkenntnisse waren bei manchen Stationen hilfreich, aber nicht zwingend notwendig.

Als Schirmherr der Veranstaltung war der Europaabgeordnete Daniel Freund vor Ort, der auch schon an einer Podiumsdiskussion während des Gründungsfestaktes teilgenommen hatte. Freund mischte sich selbst unter die Schülerschar beim Durchlaufen der Quizstationen und verteilte am Schluss die Urkunden an die Teams, die Bronze, Silber und Gold gewannen. Allerdings war diese Platzierung nicht das Wesentliche, sondern auch bei der „Eurolympiade“ galt das Motto „Dabei sein, ist alles“. Jetzt soll der Aktionstag etabliert werden, Planungen für das nächste Jahr sind bereits angedacht.

TEILEN
Vorheriger ArtikelFokus auf die Jugend
Klönschnacktee mit der Muttermilch aufgesogen und inzwischen beim rheinische Kölsch angekommen. Übt sich in der schreibenden Zunft seit Studententagen zwischen Tagespresse und Fachpublikationen und… wichtig: ließ das JüLicht mit leuchten.

§ 1 Der Kommentar entspricht im Printprodukt dem Leserbrief. Erwartet wird, dass die Schreiber von Kommentaren diese mit ihren Klarnamen unterzeichnen.
§ 2 Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.
§ 3 Eine Veröffentlichung wird verweigert, wenn der Schreiber nicht zu identifizieren ist und sich aus der Veröffentlichung des Kommentares aus den §§< 824 BGB (Kreditgefährdung) und 186 StGB (üble Nachrede) ergibt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here