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Brückenkrach

Der Neubau der Heckfeldbrücke zwischen Kirchberger und Bergische Straße lässt weiter auf sich warten. Zu lange finden die Anwohner um Vera Dahmen und Winfried Hellmanns. Schließlich hatte der Stadtrat im Dezember 2024 mit breiter Mehrheit Haushaltsmittel bereit gestellt. Dem Aufruf zur Demonstration seitens der Bürgerinitiative folgten knapp 300 Menschen.

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Demo für die Heckfeldbrücke führt über die Rurbrücke. Foto: privat
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Mit Fahrrädern, Rollatoren und zu Fuß startete der Demonstrationszug am Parkplatz Aachener Landstraße. Begleitet von der Polizei zog der Tross auf der rechten Fahrspur der Großen Rurstraße – der Bürgersteig alleine hätte auch schwerlich genug Platz geboten – in Richtung Rathaus. Die Demo war nicht zu übersehen – und nicht zu überhören. „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Brücke klaut“ und „Für die Heckfeldbrücke“ waren die Ausrufe. Begleitet von Trillerpfeifen.

Vor dem Rathaus, wo am Abend der Stadtrat tagte und eine Mitteilung der Verwaltung bezüglich der Heckfeldbrücke auf der Tagesordnung stand, ergriff zunächst Winfried Hellmanns das Wort: „Das Wichtigste, die Wichtigsten nun mal zuerst: Hallo Kinder! Hallo Senioren!“, womit er nicht nur einen großen Teil der Anwesenden begrüßte, sondern auch deutlich machte, für welche Menschen die Fußgängerbrücke besonders wichtig sei. Es folgte der erste von mehreren „Wir machen Krach“ Aufrufe – beantwortet mit lauten Trillerpfeifen.

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Vera Dahmen sprach in ihrem Beitrag vor allem aus Elternperspektive. Die Heckfeldbrücke sei ein Stück Freiheit und Sicherheit gewesen, über die Kinder in Begleitung und mit der Zeit selbstständig zu Kita, Schule, Vereinen oder Freunden gehen konnten – und dabei Verantwortungsbewusstsein und Selbstvertrauen erlernen konnten. Wege entlang von Hauptverkehrsstraßen seien dafür keine geeignete Alternative. Viele Familien würden sich nun notgedrungen für das Auto entscheiden.

Aus ihrer Sicht ginge es bei der Fußgängerbrücke nicht um Bequemlichkeit, sondern Lebensqualität. „Sichere Infrastruktur ist keine Luxuslösung – sie ist eine Investition in unsere Familien und in die Zukunft unserer Gemeinde“, so die Mitinitiatorin der Demonstration.

In seinem zweiten Beitrag verwies Winfried Hellmanns auf den „von allen im Rat befindlichen Parteien mit überwältigender Mehrheit rechtsgültig beschlossenen“ Antrag von UWG, SPD und B90 / Grünen, die Heckfeldbrücke neu zu bauen – inklusive der Bereitstellung von Haushaltsmitteln.

„Nach der Wahl wurde dann alles anders, wie so oft…“ fuhr Hellmanns fort und verwies damit wohl auf den Antrag der Kooperation aus CDU und UWG, zunächst mögliche Synergien mit dem Neubau der Freibadbrücke und dem Umstand, dass mit Verweis auf eine potenzielle Förderschädlichkeit für Subventionen des Bundes und die klammen Kassen im Jülicher Haushalt keine Gelder mehr für die Brücke eingestellt wurden.

Zum Abschluss rief Hellmanns noch einmal auf, Krach zu machen, um unüberhörbar zu sein für die Politik, die wenig später zur Stadtratssitzung zusammenkam. Dort stand auch die Antwort der Verwaltung auf den Antrag der Kooperation, mögliche Synergieeffekte zu prüfen, auf der Tagesordnung.

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