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Sind wir nicht alle ein bisschen HERZOG

Und noch ein Verein… Ja, weil es nötig ist. Seit anderthalb Jahren beschäftigen sich die Herausgeber, Macher und Aktiven damit, wie der HERZOG bei steigenden Ausgaben Perspektive und Zukunft haben kann. Jetzt ist der Schritt gewagt: Die Flanke des Magazins ist künftig der HERZOG e.V. – und er ist gemeinnützig. Der HERZOG steht für die Förderung von Kultur und die Förderung der (Volks-)Bildung.

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Der HERZOG für und vom Volk - Unterstützung für freie Medien | Foto: © HZGM
Der HERZOG für und vom Volk - Unterstützung für freie Medien | Foto: © HZGM
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Wer in Jülich lebt, kennt den HERZOG. Morgens kann man ihn online lesen, entdeckt Veranstaltungen, erfährt, was Vereine planen, wie sich die Stadt verändert, worüber in Politik, Kultur, Wirtschaft oder Wissenschaft gesprochen wird. Der HERZOG ist längst mehr als ein Magazin. Er ist ein Stück Jülich. Er stiftet Identifikation, lebt vom Lokalpatriotismus.

Der HERZOG ist die kostenfreie Tageszeitung im Internet für Jülich ergänzt um ein hochwertiges monatliches Magazin, das gratis bis in die über 14.000 Briefkästen in der Kernstadt und den zugehörigen Ortschaften geliefert wird. Für Vereine, Brauchtum, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft ist er verlässlicher Partner und Bühne zugleich. Er berichtet nicht nur über das Leben in der Stadt – er macht es sichtbar. Der HERZOG versteht sich als „Visitenkarte der Stadt“ und als Medium mit hohem Qualitätsanspruch.

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Doch Qualität gibt es eben nicht zum Nulltarif. „Ja, es kostet!“, wie schon ein großes bundesweites Medium einmal treffend schrieb. Das gilt auch für den HERZOG. Die Redaktion, Technik, Druck, Gestaltung, Server, Honorare und steigende Kosten im Alltag müssen bezahlt werden. Bislang wurde der HERZOG ausschließlich durch Anzeigen finanziert. Im Oktober 2024 begannen die Überlegungen: Wie kann diese Marke für Jülich zukunftssicher aufgestellt werden? Die Einnahmeseite lässt sich nur begrenzt steigern. Anzeigenpreise weiter anzuheben, ist keine Lösung. Gleichzeitig wächst die Ausgabenseite – durch höhere Produktionskosten, mehr digitale Anforderungen und den Anspruch, weiterhin zuverlässig und unabhängig zu berichten.

Dabei ist der HERZOG seit Jahren gewachsen. Aus einem studentischen Projekt ist ein großes Netzwerk engagierter Menschen geworden – mit vielen Gesichtern, vielen Themen und einer festen Rolle im Leben der Region.

Wer die Medienlandschaft verfolgt, der weiß, dass immer mehr Zeitungen aufgeben, Redaktionen schließen. Printmedien sind ein Produkt mit Gewinn für die Leserschaft – weniger für die Herausgeber. Darum gibt es so viele Medienhäuser, die zum Überleben über das Kerngeschäft „Zeitung“ hinaus Angebote machen und damit Einnahmen generieren. Diesen Weg wollte der HERZOG nicht gehen. Nachrichten sind unsere Kernkompetenz.

Die Lösung: Der HERZOG braucht einen Unterstützerverein.

Der Verein schafft die Möglichkeit, dass Leserinnen und Leser, Unternehmen, Vereine und alle, die sich mit Jülich verbunden fühlen, Verantwortung übernehmen können. Nicht weil der HERZOG aktuell in Not ist. Sondern weil er zu wichtig geworden ist, um ihn dem Zufall zu überlassen. Wer Mitglied wird, unterstützt unabhängigen Lokaljournalismus, kulturelle Vielfalt und das, was Jülich ausmacht.

In der Gründungsversammlung ist entschieden worden, dass jeweils ein Mindestbeitrag festgelegt wird – will sagen: Beliebig mehr zu geben, ist immer möglich. Je nachdem was der HERZOG dem Einzelnen wert ist. Selbstverständlich können auch Nicht-Mitglieder spenden und erhalten dafür einen entsprechenden Beleg für „die Steuer“.

Wer als Lesender unterstützen möchte, kann das mit 30 Euro Jahresbetrag – sprich für weniger als 9 Cent pro Tag kann er die täglichen Nachrichten fördern und natürlich wie immer gratis lesen. Vereine von Kultur und Sport über Brauchtum bis Geschichte (auch Parteien) sind mit einem Mindestbeitrag von 50 Euro pro Jahr dabei. Ihnen bietet der HERZOG nicht nur eine kostenfreie Veröffentlichung ihrer Beiträge an. Künftig soll es als besondere Unterstützung eigens für die Öffentlichkeitsarbeitsverantwortlichen (tolles Wort für Scrabble) regelmäßige Workshops geben mit Praxis-Tipps. Unternehmen sind als Förderer mit 100 Euro im Jahr an Bord.

Selbstverständlich ersetzen die Vereinsbeiträge nicht das Anzeigengeschäft. Es soll eine Sicherung der steigenden Ausgaben sein. Darüber hinaus wird sich der Verein – wie jeder andere auch – um weitere Förderungen und Spenden bemühen in der Erkenntnis:

Wenn der HERZOG verschwindet, verschwindet mehr als nur eine Zeitung. Dann fehlt ein Ort, an dem Vereine sichtbar werden. Eine Stimme für Brauchtum und Kultur. Ein Forum für Diskussion und Gemeinschaft. Oder anders gesagt: Wenn der Wille da ist, dass der HERZOG bleibt, dann muss er gemeinsam getragen werden. Denn sind wir nicht alle ein bisschen HERZOG?

Beitrittserklärung und Satzung finden sich auf der – noch improvisierten – Seite des Vereins


§ 1 Der Kommentar entspricht im Printprodukt dem Leserbrief. Erwartet wird, dass die Schreiber von Kommentaren diese mit ihren Klarnamen unterzeichnen.
§ 2 Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.
§ 3 Eine Veröffentlichung wird verweigert, wenn der Schreiber nicht zu identifizieren ist und sich aus der Veröffentlichung des Kommentares aus den §§< 824 BGB (Kreditgefährdung) und 186 StGB (üble Nachrede) ergibt.

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