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Egbert Samans ist gestorben

Ein Macher und Gestalter der Stadt Jülich lebt nicht mehr: Egbert Samans ist am Donnerstag im Alter von 84 Jahren gestorben.

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Egbert Samans (1936 -2021). Foto: privat
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Die „Kleine Kö“ mit seinem Lazarusbrunnen, der Glockenbaum, der viermal am Tag seine Musik auf der Kölnstraße erklingen lässt, und der Muttkrat-Brunnen – all das sind sichtbare Zeichen des Engagements von Egbert Samans, die er als Initiator oder Mit-Initiator in der Jülicher Innenstadt hinterlässt. Über 50 Jahre lang wirkte er als Unternehmer. Mit nur 16 Jahren nach dem plötzlichen Tod der Mutter hatte er die Schule mit der Mittleren Reife verlassen, um das Optikerhandwerk zu lernen und den Familienbetrieb in dritter Generation zu übernehmen. Mit dem Meisterbrief in der Tasche trat Egbert Samans 1960 in die Leitungsverantwortung des Geschäftes Optik Samans ein und behielt sie bis zur Geschäftsübergabe 2002. Heute lebt die Familientradition im Geschäftsnamen weiter.

Neben der Anerkennung für seine unternehmerische Leistung gilt es, seinen ehrenamtlichen Einsatz zu würdigen: 1964 war Egbert Samans mit Matthias Hellmann und Heinrich Röttgen-Burtscheid Gründungsmitglied der Werbegemeinschaft, die das „Trio“ zum 50-jährigen Vereinsbestehen ehrte. Über 50 Jahre war er außerdem engagiert in der Kinder- und Jugendarbeit des Eifelvereins, und Egbert Samans war nicht nur finanzieller Unterstützer der Christoffel-Blindenmission (CBM), er setzte mehrfach seine Urlaubstage ein, um vor Ort in Kenia zu helfen.

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Egbert Samans war gesellig und ein Sportsmann. Seit 1963 gehörte er dem Kleinen Rat der KG Ulk Jülich an, war über 50 Jahre Mitglied des SC Jülich 1910/97, vor allem aber war er dem Tennissport zugetan: Ab 1980 führte er 17 Jahre lang als Vorsitzender die Geschicke des Tennisclubs Blau-Weiß, in den er 1959 eingetreten war.

Ein Jahr nachdem Egbert Samans den Lazarus-Brunnen 1976 errichten ließ, wurde er „Pattühm“ und Ordensträger der Historischen Gesellschaft Lazarus Strohmanus, die damit seinen Sinn für Tradition und Heimatliebe auszeichnete.

2006 „traten die ersten Anzeichen einer Krankheit auf, die ihm im weiteren Verlauf viele seiner Fähigkeiten genommen hat“, schrieb sein Freund Dr. Rudolf Weitz in seiner Würdigung zum 80. Geburtstag. Die letzten Jahre lebte Egbert Samans in der Eifel, wo er sich bis zuletzt bei täglichen Wanderungen an der Natur erfreute.

Unsere Anteilnahme gilt seiner Frau, den beiden Töchtern und ihren Familien.


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