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Interview mit Thomas Beys

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Elf Fragen im Interview | Foto: Thomas Beys
Thomas Beys der Präsident | Foto: Thomas Beys
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Närrische elf Stichpunkte Auto-Biografie:

1) 37 Jahre alt
2) wohnt in Güsten
3) geboren in Aachen
4) lebte auch mal zwei Jahre in Köln
5) Präsident der KG Övverm Bersch
6) hat einen Hund
7) spielt Skat
8) trinkt Kölsch
9) ist Widder
10) singt unter der Dusche
11) erfreut sich des Lebens

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Närrische elf Fragen im Interview

1) Wann hast Du selbst den Entertainer in Dir entdeckt, ist aus Versehen passiert oder bewusst provoziert; warst Du peinlich berührt oder stolz?
Präsident: Also es war eigentlich in der Grundschule schon so, dass ich andauernd den Unterricht gestört habe. Da wollte ich schon auf mich aufmerksam machen. Heute würde man sagen „verhaltensoriginell“, aber das hat damals keiner erkannt. Zum Entertainer wurde ich dann erst mit ungefähr 15, da hab ich die Verlosung vom Sportverein moderiert und die Leute fanden das irgendwie witzig.

2) Nun bist Du Präsident, Elferrat, Büttenredner, Dreigestirn und einziges Mitglied der KG Övverm Bersch in Personalunion. Wolltest Du Dich nicht GEGEN einen Posten entscheiden oder andere nicht DAFÜR?
Präsident: Es gibt ja keine „anderen“, darum gab es auch kein dafür und kein dagegen. Ich MUSS alles alleine machen. Aber ich sehe das positiv: in der KG Övverm Bersch werden schließlich alle Entscheidungen einstimmig getroffen. Wo gibt es das schon?

3) Sorry. Die erste und Frage aller Fragen in einem Interview ist ja eigentich: Wann und wo kommst Du auf Deine Ideen. Mich interessiert aber eher: WARUM? Ist das Leben nicht schon so komisch genug?
Präsident: Da kann ich ganz aktuell vom Spaziergang mit meinem Hund Sammy erzählen. Ich habe ja einen Labrador-Mischling  und wenn ich mit ihm rauf auf die Sophienhöhe gehe, dann kommen mir echt die besten Ideen. Ich übe dann auch meine Texte und hoffe immer, dass mich keiner beobachtet. Jedenfalls war ich oben an diesem Lebensbaumkreis. Demnach bin ich eine „Eberesche“ und gemäß keltischem Baumhoroskop wollen Ebereschen die Welt verschönern. Das beantwortet vielleicht die Frage „warum“.

4) Bist Du zuhause auch komisch und auch, wenn gar niemand weiter da ist?
Präsident: Der Hund ist ja eigentlich immer da. Und ich bin mir sicher, dass mein Hund mich sehr komisch findet.

5) Nun steckt in dem Wort Karnevalsgesellschaft ja auch Gesellschaft. So als Alleinherrscher ist das ja wohl was schwierig mit dem Thema. Woher nimmst Du das Wissen über Komik und Tragik des menschlichen Miteinanders? Also gibt es ein Leben inkognito bzw. „inzivil“?
Präsident: Ich schaue viel Fernsehen! Die Komik und Tragik des menschlichen Miteinanders kann man meines Erachtens bei „Bauer sucht Frau“ enorm gut studieren.

6) Ist es denn schon einmal passiert, dass Du das Publikum nicht zum Lachen bringen konntest? Ist das dann nicht auch schon wieder komisch?
Präsident: Ganz ehrlich… das ist überhaupt nicht komisch. Ich war mal als Redner für eine Herrensitzung in Köln in der Mülheimer Stadthalle gebucht. Über 1.000 Männer und weil das Programm hing, wurde bereits das Geschirr fürs Essen auf die Tische verteilt… also die bekommen da was zu Essen in der Pause. Jedenfalls es war eine Lautstärke in dem Saal, es hat mir wirklich kein einziger zugehört, geschweige denn gelacht. Danach war ich fix und alle.

7) Worüber lachst Du am allerliebsten und worüber kannst Du so gar nicht lachen?
Präsident: Ach es gibt ja so viele witzige Sachen, die man heute tagtäglich übers Handy oder bei Facebook reinbekommt. Zum Beispiel diese Frau, die auf die Frage nach dem Lieblingsfilm in völlig falschem Englisch antwortet „Dongsi Dängsi“ und sie meint natürlich „Dirty Dancing“. Also über sowas kann ich schon sehr lachen.

8) Was macht einen guten Präsidenten aus? Gibt es sowas wie einen Regelkatalog?Präsident: Also aus der Erfahrung meines Auftritts in der Mülheimer Stadthalle heraus: bei einer Sitzung hat ein guter Präsident dafür zu sorgen, dass der Künstler optimale Verhältnisse vorfindet, um seinen Auftritt vortragen zu können. Auf meiner Herrensitzung fordere ich zum Beispiel immer „Center Court Atmosphäre“ sobald ein Redner auftritt.

9) Und gibt es außer Bergen andere Grenzen, die ein Präsident nicht überschreiten darf?Präsident: Ach das sehe ich ganz locker. Wir waren mit der KG auch schon in Düsseldorf und da war außer der Biersorte eigentlich auch alles in Ordnung. Also ich bin da sehr tolerant.

10) Wird „övverm Bersch“ über dieselben Dinge gelacht wie davor?
Präsident: Ich glaube ja. Seit Jahren erzähle ich ja in meiner Rede darüber, dass wir in der KG sehr viel Tee trinken. Ist wirklich wahr! Wir trinken so viel Tee, letzte Woche hat mich die Polizei angehalten, da hatte ich 1,8 Kamille. Das ist doch witzig oder?

11) Letzte Frage: heute schon gelacht?
Präsident: Ja, klar. Zuletzt vor 2 Sekunden über den Witz mit 1,8 Kamille.


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